LKW-Brennermaut von öS 850,-- erscheint EU-konform

Doppelte Nachtmaut sollte hingegen entfallen

Wien (PWK) - "Bei den Beitrittsverhandlungen Österreichs zur Europäischen
Union wurden die damaligen Sätze der Brennermaut als mit der EU-Wegekostenrichtlinie gerade noch in Einklang stehend von der Europäischen Union akzeptiert," erklärt Roderich Regler, Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik der Wirtschaftskammer Österreich. Damals galt für LKW-Fahrzeugkombinationen mit mehr als drei Achsen ein voller Preis für die Gesamtstrecke von öS 750,-- für lärmarme Fahrzeuge bzw. von öS 1.000,-- für nichtlärmarme LKW. "Unter Bedachtnahme auf diese Tarife und die seither eingetretene Inflation erscheint ein neuer LKW-Brennermauttarif von öS 850,-- als oberste Grenze, die nach der EU-Wegekostenrichtlinie in Rechnung gestellt werden darf," betont Regler. Dieser Vorschlag des Verkehrsministeriums könnte deshalb auch die Zustimmung der EU-Kommission finden.

Kritisch äußert sich Roderich Regler jedoch zur Ankündigung des Verkehrsressorts, auch in Zukunft in der Nacht die doppelte LKW-Maut auf der Brennerautobahn zu verlangen: "Es kann sicherlich nicht nachgewiesen werden, dass die Kosten für die Errichtung, die Erhaltung und den Betrieb der Brennerautobahn bei in den Nachtstunden fahrenden LKW höher sind als während des Tages. Im Sinne einer Entflechtung der Verkehrsspitzen, was auch zu einer höheren Verkehrssicherheit beiträgt, sollten Fahrten in der Nacht nicht finanziell diskriminiert werden." (RH)

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