Öffentliche Meinung in der Europäischen Union

"Unionsbürger überzeugt von bedeutender Rolle des Europäischen Parlaments"

Wien (OTS) - Am 26. Oktober 2000 veröffentlichte die Generaldirektion für Bildung und Kultur der Europäischen Kommission die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfragen, die im Frühjahr 2000 in sämtlichen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt wurden. Der 53. Bericht gibt einen Überblick über die Einstellungen der europäischen Bürger bezogen auf die Europäische Union, deren Politik und Institutionen sowie auf andere verwandte Themen. Besonders erfreulich sind sämtlich Umfragedaten bezüglich des Europäischen Parlaments (EP).

Obwohl der Bekanntheitsgrad des EP in Wahlzeiten immer am größten ist, liegt das Bewusstsein "über das EP bereits etwas gehört oder gelesen zu haben" mit 91% weit vor allen anderen EU-Institutionen, Europäische Kommission 79%, Europäische Zentralbank 73%.

Im Laufe der Jahre glauben die Europäer immer mehr an die bedeutende Rolle des EP in der Europäischen Union. Laut Eurobarometer sind 62% der EU-Bürger heute dieser Ansicht, wobei sich EU-weit 43% der Bürger eine noch bedeutendere Rolle für dieses einzig direkt gewählte EU-Organ wünschen. Von 9 aufgelisteten EU-Institutionen und -Körperschaften denken 76% der Befragten, dass das EP eine wichtige Rolle in der EU spielt, weit vor der Europäischen Kommission (68%) und der Europäischen Zentralbank (66%).

In diesem Zusammenhang wurde die Öffentlichkeit auch nach ihrem Vertrauen in die EU-Institutionen befragt. Das größte Vertrauen erhält mit Abstand das EP (53%), gefolgt vom Europäischen Gerichtshof (46%) und der Europäischen Kommission (45%).

Die Umfrage untersucht auch, inwieweit das EP, nach Meinung der Bevölkerung, die Interessen der Bürger schützt. 37% der EU-Bürger sind überzeugt, dass ihre Interessen durch das EP gut oder sogar sehr gut geschützt werden. Befragt nach den vorrangigen Aktionsbereichen, indem der Schutz des EP gewünscht wird, ergibt sich folgendes Bild:
47% der Bürger denken, dass der Beschäftigungslage eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. An zweiter Stelle kommt der Kampf gegen Verbrechen und Drogenhandel, von 36% genannt, gefolgt von Umwelt- und Verbraucherschutz (28%).

Trotz dieser erfreulichen Umfragewerte wird sich das Europäische Parlament auch weiterhin um Transparenz in ihren Aktivitäten und eine aktive Informationspolitik bemühen.

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