Sommersaison 2000 - Nächtigungsminus aber Umsatzplus

Aktueller Bericht der Landesstelle für Statistik

Bregenz (VLK) - In allen fünf Monaten der letzten
Sommersaison beträgt das Minus 1,8 Prozent. Die gesamte Sommersaison 2000 wird voraussichtlich mit einem Minus von
1,5 Prozent abschließen. In den Monaten Mai bis September
2000 wurden von 684.900 Gästen 2,925.600 Übernachtungen
gebucht, gegenüber 674.800 Gästen mit 2,980.200
Übernachtungen in den ersten fünf Monaten der Sommersaison
1999. Das geht aus dem soeben vorgelegten Tourismusbericht
der Landesstelle für Statistik im Amt der Vorarlberger Landesregierung hervor. ****

Die Sommersaison 2000 begann im Mai mit einem Minus
an Nächtigungen von 17,5 Prozent, was ausschließlich mit der Verschiebung der Feiertage um Pfingsten auf den Juni
zusammenhängt. Im Juni gab es ein Nächtigungsplus von zehn Prozent, im Juli von einem Prozent, im August sank die Nächtigungsziffer um sieben Prozent, im September stieg
sie wieder um 1,5 Prozent.

Die Umsätze, die auf Grund des Tourismus erzielt wurden,
sind allerdings angestiegen, und zwar um 3,5 Prozent. In den
Monaten Mai bis September 2000 wurden rund 9,4 Milliarden
Schilling (700 Millionen Euro) erzielt, gegenüber 9,1
Milliarden Schilling (660 Millionen Euro) in den Monaten Mai
bis September 1999, ein Plus von 3,5 Prozent. Die
Valutenankäufe der Vorarlberger Geldinstitute betrugen im
gleichen Zeitraum 2,2 Milliarden Schilling (160 Millionen
Euro) gegenüber 2,1 Milliarden Schilling (153 Millionen Euro)
im Vorjahr, ein Plus von drei Prozent. Zunahmen gab es
insbesondere bei den Ankäufen von amerikanischen Dollar und Schweizer Franken. Die Umwechslungen von Deutschen Mark waren rückläufig.

Von den einzelnen Herkunftsländern haben die Gäste aus Schweden, Großbritannien, der Schweiz, Amerika sowie aus Österreich ihre Buchungen gegenüber dem Vorjahr deutlich
erhöht. Die Schweden kamen auf Grund der bisherigen
Ergebnisse der Sommersaison 2000 auf 13.800 Übernachtungen,
ein Plus von 19 Prozent, die Engländer auf 25.600, ein Plus
von elf Prozent, die Schweizer und Liechtensteiner auf
167.400, ein Plus von sechs Prozent, die Amerikaner auf
14.500, ein Plus von 5,5 Prozent und die Österreicher auf
409.900 Übernachtungen, ein Plus von fünf Prozent.

Nächtigungsverluste gab es bei den Gästen aus Belgien und Luxemburg, aus Holland, aus Frankreich, aus Deutschland und
aus Italien. Bei den Belgiern und Luxemburgern betrugen die
Verluste an Nächtigungen zehn Prozent, bei den Holländern
neun Prozent, bei den Franzosen 4,5 Prozent, bei den
Deutschen drei und bei den Italienern 1,5 Prozent.

Nächtigungsziffer
Herkunftsländer Mai bis Sept. Mai bis Sept. Veränderung

1999 2000 in %

Österreich 391.093 409.944 + 4,8

Belgien, Luxemburg 62.178 55.953 - 10,0 Deutschland 1.944.772 1.885.039 - 3,1 Frankreich 73.001 69.773 - 4,4 Vereinigtes Königreich 23.010 25.556 + 11,1
Italien 37.211 36.684 - 1,4 Niederlande 203.589 185.324 - 9,0
Schweden 11.625 13.812 + 18,8
Schweiz, Liechtenstein 158.025 167.402 + 5,9
USA, Kanada 13.722 14.493 + 5,6
Andere 61.998 61.572 - 0,7

Gesamt 2.980.224 2.925.552 - 1,8

Von den einzelnen Tourismusdestinationen kann nur die
Region Bodensee-Alpenrhein auf einen Nächtigungszuwachs
hinweisen, dieser betrug rund vier Prozent. In allen anderen Regionen gab es Verluste, und zwar zwischen zwei und fünf
Prozent.

Nächtigungsziffer
Regionen Mai bis Sept. Mai bis Sept. Veränderung

1999 2000 in %

Alpenregion Bludenz 335.071 324.448 - 3,2
Arlberg 126.694 120.059 - 5,2 Bodensee-Alpenrhein 522.995 543.537 + 3,9 Bregenzerwald 633.034 616.628 - 2,6 Kleinwalsertal 730.092 708.292 - 3,0
Montafon 632.338 612.588 - 3,1

VORARLBERG 2.980.224 2.925.552 - 1,8

In den Hotels, Gasthöfen und Pensionen konnte in den
Monaten Mai bis September 2000 die Nächtigungsziffer des
Vorjahres beinahe gehalten werden. In diesen
Beherbergungsbetrieben sank sie nur um 0,4 Prozent von
1,616.700 Übernachtungen auf 1,610.200 Übernachtungen. In den Privatquartieren und Ferienwohnungen kam es zu einem Minus
von vier Prozent. Im Sommer 1999 wurden bis zum Monat
September 962.200 Übernachtungen in diesen
Tourismusunterkünften gebucht, im Sommer 2000 waren es im
gleichen Zeitraum nur noch 922.500. Auf den Campingplätzen
sank die Nächtigungsziffer um sechs Prozent, von 168.800 Übernachtungen im Sommer 1999 auf 158.900 im Sommer 2000. (so/ug,nvl)

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