Keusch: Zugang zu den Wäldern darf nicht noch weiter beschränkt werden

Unterstützung für die Einleitung eines Volksbegehrens gegen den Ausverkauf von Wald und Wasser läuft erfolgreich

St. Pölten (SPI) - "Eine Studie der Arbeiterkammer beweist, dass in Österreich der freie Zugang zu den Wäldern im europäischen Vergleich bereits sehr rigide gehandhabt wird. Während in der Schweiz, in Deutschland, in Südtirol und Skandinavien Radfahren und Reiten auf Waldwegen erlaubt ist, ist dies in Österreich grundsätzlich verboten. Die Gebietssperren haben in den letzten Jahren um 20% zugenommen, in Niederösterreich sind 10% der Waldflächen gesperrt. Diese 10 Prozent stellen allerdings bereits 30 (!) Prozent der leicht zugänglichen und damit ‚wanderbaren‘ oder sportlich nutzbaren Waldflächen dar", so der Tourismussprecher der SPÖ-NÖ LAbg. Eduard Keusch.****

Nun drohen Österreich sogar noch der staatlich verordnete Ausverkauf von Wald und Wasser und damit weitere Beschränkungen für die Bevölkerung. Die Regierung spricht derzeit noch von 50.000 Hektar, in Wahrheit müssen bis zu 80.000 Hektar in den kommenden Jahren verkauft werden, um den Verkaufserlös von 3 Milliarden Schilling für das Budget zu erzielen. Dass es sich dabei nur um die besten und zugänglichsten Waldflächen handelt, ist klar. Kein Privater würde einen Schutzwald oder unzugängliche und wirtschaftlich wenig gewinnbringende Waldstücke kaufen. Diese nicht gewinnbringenden Flächen machen bei den ÖBf aber rund 50 Prozent der Gesamtfläche von 800.000 Hektar aus.

"Unsere Wälder und Seen, unser ‚Weißes Gold‘, unsere Trinkwasserreserven, müssen im Besitz aller Österreicherinnen und Österreicher bleiben. Aus diesem Grunde haben sich die NÖ-Sozialdemokraten der Initiative zur Einleitung eines Volksbegehren gegen den Ausverkauf von Wasser und Wäldern angeschlossen. Die Eintragungsfrist wurde bis 30. 11. 2000 verlängert und läuft bereits äußerst erfolgreich. Die Unterschriftsformulare liegen auf den Gemeindeämtern auf. Wir haben einen Generationsvertrag einzuhalten. Es kann nicht sein, dass aufgrund einer völlig fehlgeleiteten Budgetpolitik unsere Kinder österreichisches Wasser von ausländischen Investoren kaufen müssen", betont der SP-Politiker abschließend. (Schluss) sk/fa

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