Außenministerin Benita Ferrero-Waldner zu den Kosovo-Kommunalwahlen

Wien (OTS) - Die Vorsitzende der OSZE, Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, begrüßte den friedlichen und ordnungsgemäßen Ablauf der Lokalwahlen im Kosovo vom 28. Oktober 2000. Zum ersten Mal haben im Kosovo demokratische Wahlen stattgefunden. "Die Wahlen stellen einen wichtigen Schritt im Prozess der Demokratisierung und der weiteren Umsetzung der VN-Sicherheitsrats Resolution 1244 dar", erklärte Ferrero-Waldner.

"Nach einem generell friedlichen und ruhigen Wahlkampf begrüße ich den Umstand, dass es eine hohe Wahlbeteiligung gegeben hat. Dies unterstreicht die starke Anteilnahme der Wähler am demokratischen Prozess."

"Ich ermutige die neuen Amtsinhaber, den Weg der Mäßigung zum Wohle des Volkes von Kosovo fortzuschreiten und sich für das friedliche Zusammenleben aller Gemeinschaften einzusetzen. Im Rahmen der UNMIK wird die OSZE ihre Arbeit mit den neu gewählten Verwaltungsorganen fortsetzen, um den Aufbau der Institutionen weiter zu entwickeln. Darüber hinaus wird die OSZE ihrer Politik verpflichtet bleiben, die gemäßigten Kräfte im Kosovo zu unterstützen um damit die Zivilgesellschaft zu stärken und um die Menschenrechte umzusetzen. In diesem Zusammenhang unterstreiche ich die Wichtigkeit der Maßnahmen zur Beschleunigung der Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen jeglicher ethnischer Herkunft", sagte Ferrero-Waldner.

"Ich wiederhole, wie wichtig es ist, die Interessen aller ethnischen Gemeinschaften im künftigen politischen Prozess zu wahren. Der Erhalt einer multiethnischen Gesellschaft im Kosovo bleibt unser politisches Ziel. Ich unterstütze daher die Kooptierung von Vertretern in die Gemeinderäte von ansonsten nicht repräsentierten Gemeinschaften. Gleichzeitig rufe ich alle politischen Führungskräfte im Kosovo auf, den Wahlausgang zu respektieren und ihre Bemühungen zur Förderung von Toleranz und der Schaffung eines freien und sicheren Umfeldes für alle Einwohner des Kosovo fortzusetzen", sagte Ferrero-Waldner.

"Ich spreche UNMIK und KFOR meinen Dank für ihre unablässigen Bemühungen im Zusammenhang mit den Wahlen aus. Des weiteren spreche ich der OSZE Mission im Kosovo meine Anerkennung für ihre Bemühungen, diese Wahlen zu organisieren, aus. Schließlich bin ich dem Europarat dafür dankbar, dass er in der Wahlbeobachtung die Führungsrolle übernommen hat", fügte Ferrero-Waldner hinzu.

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