Laut SPÖ wird Verkehrsbüro an den Preussag-Konzern verkauft

Grüne Lichtenberger läuft dagegen Sturm, BA dementiert

Wien (OTS) - Wie der Tourismussprecher der SPÖ, Emmerich Schwemlein, in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT erklärt, soll das Österreichische Verkehrsbüro (Umsatz: 5,4 Milliarden Schilling) an den größten deutschen Tourismuskonzern und TUI-Eigentümer Preussag (Umsatz: 255 Milliarden Schilling) verkauft werden. Schwemlein, der sich gegenüber FORMAT auf Quellen in der Bank Austria bezieht: "Das Geschäft ist bereits perfekt."

Die Bank Austria dementiert hingegen gegenüber FORMAT jegliche Verkaufsabsichten. BA-Vorstand Friedrich Kadrnoska: "Es gibt keine Verhandlungen, nicht einmal Gespräche. Unsere Verkehrsbüro-Anteile stehen nicht zur Disposition."

Wie FORMAT berichtet, heißt es unter Insidern schon länger, der Verkauf des Verkehrsbüros an die Preussag sei eines der Zugeständnisse der Bank Austria an die WestLB gewesen, um deren Zustimmung zum HypoVereinsbank/Bank Austria-Deal zu erlangen. Die WestLB, Bank Austria-Aktionärin, ist gleichzeitig Mehrheitseigentümerin der Preussag. Die Bank Austria hält derzeit 55 Prozent am Verkehrsbüro, die weiteren Eigentümer sind die Erben des verstorbenen Verkehrsbüro-Chefs Reinhard Galler und die AUA, sowie Eurotours-Chef Dieter Toth.

Die Tourismussprecherin der Grünen, Eva Lichtenberger, die sich auf gleichlautende Informationen aus der deutschen Bankenszene bezieht, läuft bereits gegen den möglichen Mega-Deal Sturm. Lichtenberger gegenüber FORMAT: "Die TUI mit ihrer gewaltigen Tourismus-Maschinerie ist bekannt dafür, daß sie etwa auf Hoteliers enormen Druck ausübt. Für die kleinstrukturierte Tourismus-Industrie Österreichs mit ihrem hohen Qualitätsanspruch wäre das katastrophal."

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