"profil": Lauda: "Bammer und Rehulka haben Aufsichtsrat wichtige Informationen vorenthalten."

Lauda erhebt neue Vorwürfe gegen AUA-Vorstände - Lauda Air-Betriebsratschef Liebler ist gegen Laudas Sanierungskonzept -Tyrolean streicht Flüge

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" wirft Niki Lauda den AUA-Vorständen Herbert Bammer und Mario Rehulka vor, sie hätten weder ihn noch den Aufsichtsrat von ihren Plänen informiert, die Lauda-Anteile der Lufthansa zu übernehmen. Lauda: "Dass der Herr Lauda von den beiden AUA-Vorständen nicht informiert wird, dürfte nach den Geschehnissen der vergangenen Wochen nicht mehr verwundern. Bammer und Rehulka haben aber auch ihre Kollegen im Aufsichtsrat der Lauda Air von dieser Idee nicht unterrichtet. Sie haben damit dem Aufsichtsrat wichtige Informationen vorenthalten."

Auf die Frage, wie Niki Lauda die Absicht der AUA, die Lufthansa-Anteile an der Lauda Air zu übernehmen, beurteile, meint Lauda:
Sachlich ist dagegen nichts einzuwenden. Zu hinterfragen ist allerdings, welche Motivation des AUA-Vorstands hinter diesem gerade zum jetztigen Zeitpunkt geäußerten Plan steht." Die Antwort, so Lauda: "Die Motivation ist, dem Lauda eine in die Goschen zu hauen und ihn über die Aktienmehrheit als Vorstand der Lauda-Air zu killen."

Karl Liebler, Betriebsratsvorsitzender der Lauda Air, spricht sich indes gegen Niki Laudas Sanierungskonzept aus: "Das neue Flugzeug-Finanzierungskonzept des Herrn Lauda kann nicht genügen."

Auf die Frage, ob die Belegschaft noch hinter Niki Lauda stehe, meint Liebler: "Wer an der Spitze der Lauda Air steht und uns den Einsatzbefehl gibt, ist uns egal."

Der Vorstand der Tyrolean Airways, Fritz Feitl, meint zum vergifteten Verhältnis zwischen den Vorständen der AUA und Niki Lauda: "Dieser Streit ist ein Drama für die österreichische Luftfahrt, weil sich alles auf die Vorstands-Diskussion reduziert und die sich dramatisch verschlechternden Rahmenbedingungen kaum beachtet werden."

Feitl kündigt außerdem empfindliche Flugplan-Kürzungen an: "Wo wir nicht entsprechend verdienen, werden wir rasch handeln. Wir werden demnächst Strecken aus dem Flugplan nehmen müssen."

Betroffen seien, so Feitl, vor allem Südtirol-Flüge: "Das Südtirolgeschäft läuft nicht nach unseren Erwartungen."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502s?

"profil"-Redaktion

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO/OTS