FORMAT: Neuer Salzburger-Festspiele-Chef Peter Ruzicka: "Wünsche mir Guggenheim-Museum."

"Fürs Mozart-Festspielhaus werde ich kämpfen."

Wien (OTS) - Im Interview mit FORMAT spricht sich der designierte Intendant der Salzburger Festspiele, Peter Ruzicka, für das umstrittene Guggenheim-Museum im Salzburger Mönchsberg aus: "Das ist eine wunderbare Vision. Im Blick auf die Vernetztung der Künste würde ich mir das wünschen."

Als dringendes Projekt für Salzbug bezeichnet Ruzicka, dessen 3. Streichquartett am 19. November bei "Wien modern" aufgeführt wird, aber auch das potentielle Mozart-Festspielhaus: "Wenn es das Mozarthaus geben soll, müssen wir es bis 2005/06 mit Blick auf das Mozartjahr schaffen, sonst wird es nie mehr kommen. Dafür will ich kämpfen, das ist auch der Mittelpunkt meiner Bemühungen. Das Große Festspielhaus ist zu groß für Mozart-Opern, und das Kleine Festspielhaus hat diese unglückliche Schlauchform. Es soll um einen Stock abgesenkt werden, dabei gewinnt man 200 Plätze. Der goldene Schnitt ist möglich."

Die Tatsache, daß er seine Salzburger Intendanz 2002 mit "Don Giovanni" beginnt, kommentiert Ruzicka mit der Rückführung Nikolaus Harnoncourts: " ...weil ich Nikolaus Harnoncourt zurückholen will. Er wird seinen abgebrochenen Weg, in Salzburg die großen Mozart-Opern zu realisieren, noch einmal neu starten. Ich habe Harnoncourt mit Kusej, den ich auch sehr schätze, zusammengebracht, und da hat sofort ein fruchtbarer Dialog begonnen."

Eigene Werke will Ruzicka in Salzburg nicht aufführen lassen: "Ich habe es immer so gehalten, als Programmgestalter mich selbst nicht zu bedenken. Das wäre ein unlösbarer Interessenskonflikt, man hätte nie wieder die notwendige Unbefangenheit, das Werk eines Kollegen abzulehnen, wenn man sich selbst in ein Programm nehmen würde. Ich werde in Salzburg auch nicht dirigieren."

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