Anschlag der Pelzlobby auf Vereinslokal des VgT?

Schlösser des VgT-Vereinslokals und des Fiat-Busses wurden mit Superkleber zerstört

Wien (OTS) - Gestern abend gegen 20.30 Uhr entdeckte der VgT-Schriftführer Jürgen Faulmann, daß sowohl das Eingangsschloß des VgT-Lokals im 12. Wiener Bezirk, als auch sämtliche Schlösser des vereinseigenen Transporters (Fiat Ducato) mit Superkleber unbrauchbar gemacht worden sind. Da der Kleber bei der Entdeckung noch feucht war, muß die Tat erst kurz zuvor gesetzt worden sein. Jürgen Faulmann: "Wir haben für morgen Samstag einen Informationsstand über die grausamen Wahrheiten der Pelzproduktion und für ein Importstop von Pelzen nach Österreich am Stock-im-Eisen-Platz angemeldet. Da wir dort - wie bereits die beiden Jahre zuvor - jeden Samstag präsent sind und die Kürschnerlobby den Tatsachen argumentativ nichts entgegenzusetzen hat, kam es bereits mehrmals zu Aggressionen und Handgreiflichkeiten von deren Seite: So wurde im Herbst 1999 eine Aktivistin vom Wiener Kürschner Arnold Österreich ins Gesicht geschlagen und von ihm minutenlang unter wilden Drohungen durch die Straßen verfolgt. Grund: sie war die erste Anwesende bei der Demo gegen seine Pelzmodeschau und es kam zu einem Wortgefecht. Die Staatsanwaltschaft hat die Sache aber fallengelassen. Wochen später kam bei einer unserer allsamstäglichen Kundgebungen der Wiener Kürschner Erich Tuscher (vor dessen Geschäft ebenfalls schon öfter demonstriert wurde) vorbei und trat eine Tafel um. Dem ihn zur Rede stellenden Aktivisten hat er daraufhin ins Gesicht geschlagen. Wir reichten Klage wegen Beleidigung ein und es kam zu einem Vergleich. Dabei mußte Tuscher alle Prozeßkosten begleichen und wir dürfen jederzeit öffentlich seine Tat kundtun. Ebenfalls während der Infoveranstaltungen im Frühjahr 1999 ist die PR-Agentur-Chefin der Wiener Kürschnerinnung, Angelika Mayerhofer, im Pelzmantel aufgetaucht und provozierte eine VgT-Aktivistin. Mehrere bezahlte Spitzel der Innung, welche die Kundgebung ständig observierten, haben sich eingemischt. Es kam zu Handgreiflichkeiten gegen die Tierschützerin, wobei ein Plakat zerstört wurde. Der folgende Prozeß ist noch immer anhängig. Diese fortwährenden Aggressionen der Pelzlobby gegen Tierschützer, welche nichts weiter tun, als Tatsachen über die Pelzproduktion aufzuzeigen, könnten nun möglicherweise der Anlaß dafür sein, schwere Sachbeschädigung bei uns zu begehen." Aufgrund der Tatsache, daß die Haltung von Pelztieren seit nunmehr zwei Jahren in Österreich verboten ist und sich immer weniger Menschen dazu entschließen, sich die Häute grausamst gehaltener und getöteter Tiere umzuhängen, gingen die Umsätze der Kürschner in den letzten Jahren drastisch zurück: Von 1988-94 um 40,7% und von 1995-99 um weitere 18,8%, so stark wie in keiner anderen Branche. Meldeten im 3. und 4. Quartal des Vorjahres bzw. im ersten des heurigen noch 35 % der Kürschner-Betriebe Umsatzrückgänge, so waren es im 2. Quartal 2000 bereits 45%! (Quelle: Institut für Gewerbe- und Handelsforschung, Wien). Dennoch versucht die Pelzindustrie jedes Jahr wieder, mit einem Zigmillionen-Werbeaufwand ihr angekratztes Image in der Öffentlichkeit neu aufzupolieren. Mit Plakaten und teueren Broschüren versuchen die Kürschner mit Schönfärberei und geharnischten Lügen (z.B. sei die Pelzbranche ein "verantwortungsbewußter Verfechter von Artenschutz und artgerechter Tierhaltung..."), dem Zeitgeist einen kulturellen Rückschritt zu verpassen. In Wahrheit schwimmen der Pelzlobby aber buchstäblich die Felle davon und so versucht sie krampfhaft, ein Ende der Talfahrt der Pelzindustrie herbeizureden. Der VgT läßt sich jedenfalls durch blinde Zerstörungswut weder entmutigen, noch von seiner Aufklärungsarbeit abbringen und wird heute wie geplant mit seinem Infostand und Dauervideo am Stephansplatz stehen. Zudem werden wir gegen Unbekannt Anzeige erstatten.

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