"Kleine Zeitung" Kommentar: "Burgenland-Signal" (von Claudia Gigler)

Ausgabe vom 27.10.2000

Graz (OTS) - Wahlkampfauftakt im Burgenland: Es ist das kleinste Bundesland Österreichs, in dem am 3. Dezember gewählt wird, aber die Wahl ist - wie jene der Steirer - ein Signal.

Wenn der Trend aus der Steiermark hält, ist der ÖVP der Wahlerfolg gewiss, selbst wenn sie keine Waltraud Klasnic aufzubieten hat. Gerhard Jellasitz mit seinen derzeit 36 Prozent darf hoffen, dass der Anti-Wien-Wind auch im Burgenland den Freiheitlichen stärker ins Gesicht bläst als der ÖVP.

Die FPÖ war hier immer schon am schlechtesten verankert im Österreich-Vergleich. Mit 14,6 Prozent hatten Stefan Salzl und seine Mannen die Rote Laterne gepachtet, bevor sie sie in Richtung Steiermark loswerden konnten. Per Volksbefragung versucht man krampfhaft, vorhandene Ressentiments einzufangen. Ein zweites Wahl-Desaster wäre für die Ehe mit der ÖVP im Bund möglicherweise letal.

Die Grünen, die im Land ohne Stadt an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert sind, setzen auf Hans Nießls SPÖ. Mit 44,5 Prozent hatte diese eine Bestmarke gehalten. Die Affäre um die Bank Burgenland dürfte die SPÖ Stimmen, die Achse Schwarz-Blau im Bund möglicherweise sogar den vorletzten Landeshauptmann kosten. ****

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