• 25.10.2000, 15:29:49
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  • OTS0220

"Salzburger Kulturgüter"-Aktion auf weitere vier Jahre verlängert

Schausberger und Sparkassen-Generaldirektor Schwimbersky unterzeichneten Sponsorvertrag bis 2004

Salzburg (OTS) Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger und Sparkassen-Generaldirektor Walter
Schwimbersky unterzeichneten heute, Mittwoch, 25.
Oktober, in Anwesenheit von Sparkassen-
Vorstandsdirektor Helmuth Pulai eine Vereinbarung, mit
der die Aktion zur Erhaltung der Salzburger
Kulturgüter auf weitere vier Jahre verlängert wird.
Die Aktion wurde im Jänner 1998 auf Initiative von
Landeshauptmann Schausberger gestartet. Als Partner
konnte die Salzburger Sparkasse gewonnen werden, die
jährlich einen Beitrag von drei Millionen Schilling
zur Verfügung gestellt hat. Die heute abgeschlossene
Vereinbarung gilt nun für weitere vier Jahre von 2001
bis 2004. Die Kulturgüter-Aktion wird dabei von der
Salzburger Sparkasse mit einem jährlichen Betrag von
zwei Millionen Schilling unterstützt werden. Zweck der
Aktion ist es, auf die Vielfalt der im Land Salzburg
vorhandenen Kulturgüter hinzuweisen und einen Beitrag
zu deren Erhaltung zu leisten.

Dank der Unterstützung der Salzburger Sparkasse sei es
möglich, die für das Land äußerst wichtige Aktion zur
Erhaltung des kulturellen Erbes fortzuführen. Die vom
ihm gesetzte Initiative "Salzburger Kulturgüter"
leiste auch einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung
der Identität unseres Landes. Gemeinsam sei es in den
vergangenen drei Jahren gelungen, eine Reihe von
Projekten durchzuführen und zahlreiche Kulturgüter vor
dem Verfall zu bewahren, so Schausberger.
Generaldirektor Schwimbersky betonte, die Salzburger
Sparkasse als traditionsreiches und tief im Land
verwurzeltes Unternehmen fühle sich dem Land und
seiner Bevölkerung sehr verbunden und sei deshalb die
Partnerschaft für diese Aktion eingegangen. Die Fülle
der Kulturschätze im Land Salzburg sei beeindruckend
und oft sei es der Bevölkerung gar nicht bewusst, wie
reich Salzburg sei. Mit der Aktion "Salzburger
Kulturgüter" soll in diesem Sinne auch ein Beitrag zur
Bewusstseinsbildung geleistet werden.

Die Aktion zur Erhaltung der Salzburger Kulturgüter
dient der Erhaltung und Förderung des kulturellen
Erbes des Landes und beruht auf folgenden sechs
Säulen: Salzburger Kulturdenkmäler, Kultur und
Naturwege, Schätze aus dem Salzburger Boden,
Schatzkammerprojekte, Kleindenkmälerschutz sowie
Salzburger Wirtschaftsdenkmäler. Ein
wissenschaftlicher Beirat ist verantwortlich für die
Inhalte der Aktion.
Herausragende "Salzburger Kulturgüter"-Initiativen

Die Bemühungen der Aktion "Salzburger Kulturgüter"
liefen anfangs vor allem darauf hinaus, die
"steinernen Zeugen" der bewegten Landesgeschichte
verstärkt öffentlich zugänglich zu machen und im
Bewusstsein zu verankern. So wurde etwa die
Festungsanlage am Pass Lueg vor dem Verfall gerettet.
Neben bereits bestehenden Natur- und Kulturwegen
bewährte sich der von der Aktion unterstützte
"Salzburger Brauweg", der mehrere Salzburger
Brauereien miteinander verbindet, von Beginn an.
Vorangetrieben wurde aber auch die Forschung über das
weltbekannte Weihnachtslied "Stille Nacht! Heilige
Nacht!" und zur Biografie von dessen Textdichter
Joseph Mohr, wobei sogar bisherige Geschichtsbilder
korrigiert werden konnten. Außerdem liegt die
Konzeption für eine Stille-Nacht-Publikation - ein
Standardwerk - vor. An der Verwirklichung dieses
Projektes wird gearbeitet.

In der Kategorie "Schätze aus Salzburger Boden" sind
auch private Initiativen weit gediehen wie
beispielsweise das Schaubergwerk "Historische
Kupferzeche am Larzenbach" in Hüttau. Vor allem
montanhistorisch ist Salzburg eine hochinteressante
Landschaft. In vielen Orten wie Golling, Abtenau,
Leogang oder Bramberg ist der historische Bergbau
heute wieder fest in der Identität verankert. Die
"Schätze aus Salzburgs Boden" könnten teils gar nicht
geborgen werden, wenn es die (bis heute bestehenden)
"Wirtschaftsdenkmäler" wie Hochöfen u.a. nicht gäbe.
Auch in diesem Bereich hat sich bereits vieles getan,
zahlreiche historische Bauten wurden von der "Aktion
Salzburger Kulturgüter" ins Blickfeld der
Öffentlichkeit gerückt. Auch kleinere Wirtschafts-
Kulturgüter wie etwa die Goldschmiede-Werkstätte des
Eligius Scheibl oder eine Fassbinderwerkstätte wurden
- mit Hilfe der Franz-Triendl-Stiftung der Salzburger
Wirtschaftskammer - gerettet und der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht.
Als zentrales Anliegen der "Schatzkammer-Projekte"
wurde das 1200-Jahr-Jubiläum der Erzdiözese Salzburg
berücksichtigt. Weiters wurden Projekte zum
"Mitteleuropäischen Lebensraum Salzach" initiiert.
Besonderes Augenmerk wurde immer wieder auch auf die
zahlreichen kleineren Bau- und Kulturdenkmäler gelegt,
und nicht umsonst erhielt ein Pinzgauer Ehepaar in
dieser Sparte für die Renovierung eines historischen
Bauernhofes den Kulturgüter-Preis 1998.

Schwerpunkte 1999 und 2000

Im vergangenen Jahr erwies sich die Sonderausstellung
zum Jubiläum "500 Jahre Meister von Großgmain" mit
rund 15.000 Besucher/innen als wahrer Publikumsmagnet.
Die Renovierung und Ausstellung der kostbaren
spätgotischen Tafelbilder des ehemaligen Flügelaltars
und darüber hinaus die von der Pfarre und Gemeinde
Großgmain ausgerichteten Festwochen wurden von der
"Aktion Salzburger Kulturgüter" in großem Ausmaß
unterstützt.

Auf breite Zustimmung stieß auch die Sonderausstellung
im Heimatmuseum Elsbethen, die sich mit der
"geologischen Schatzkammer vor den Toren der Stadt",
nämlich der Glasenbachklamm und ihren fossilen
Schätzen, beschäftigte.

Heuer stellte die Präsentation der "Via Aurea" einen
der Schwerpunkte dar. Sieben Gemeinden rund um die
Goldberggruppe in den Hohen Tauern haben sich in einem
Verein namens "Via Aurea" zusammengefunden, um die
Geschichte des Tauerngoldes mit den Überresten der
historischen Abbaustätten und den alten,
geheimnisumwitterten Säumerpfaden kulturtouristisch zu
nutzen und mit einem modernen Marketingkonzept neue
wirtschaftliche Impulse zu setzen. Die "Aktion
Salzburger Kulturgüter" hat darüber hinaus auch den
Bergbaukongress in Rauris zum Thema "Das Tauerngold im
europäischen Vergleich" unterstützt.

Die Ausstellung "Ein Freund, ein guter Freund" über
Werner Richard Heymann im Schüttkasten der Salzburger
Festspiele sowie die Unterstützung für den Tag des
Denkmalschutzes am 17. September, der diesmal unter
dem Motto "Historische Gartenanlagen" stand, waren
weitere wichtige Aktivitäten der Salzburger
Kulturgüter-Aktion des Jahres 2000.

Rückfragehinweis: Landespressebüro Salzburg

Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65

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