Ederer: Wiener Symphoniker als musikalische Botschafter Wiens

Tradition Wiens als weltoffene, multikultureller und tolerante Metropole

New York, (OTS) "Wenn Wien immer wieder und wohl auch aus
gutem Grunde als Welthauptstadt der Musik bezeichnet wird, dann gehören die Wiener Symphoniker wohl zu den überzeugendsten und virtuosesten Botschaftern und Zeugen dieser Reputation. Sie sind aber nicht nur hervorragende musikalische Botschafter ihrer Heimatstadt, sie sind auch und besonders einer Tradition Wiens als weltoffener, multikultureller und toleranter Metropole verpflichtet", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer anlässlich des 100 Jahre Jubiläumskonzerts der Wiener Symphoniker vor der Millieniums Assembly der UNO in New
York, bei der sie neben UN-Generalsekretär Kofi Annan und Außenministerin Dr. Fererro-Waldner ein Einleitungsstatement
hielt.

Es sei kein Zufall gewesen, dass sich nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie die Aufbruchsstimmung der jungen Republik und des freien Wien auch ganz besonders in der Kunst und Kultur dieser Stadt festmachte. Die Symphoniker wurden damals zu Klangkörpern einer neuen demokratischen Gesellschaft, eines sich befreienden Geistes. Die damalige Zusammenarbeit der Symphoniker
mit Anton von Webern und Arnold Schönberg legen davon Zeugnis ab. Dieser kulturellen und geistigen Offenheit und Frische sind die Wiener Symphoniker stets treu geblieben. Auch das heutige Konzert zeuge davon.

Vor 100 Jahren - als sich die Wiener Symphoniker in ihren ersten Formationen präsentierten - da war die Reichs-, Haupt- und Residenzstadt Wien pulsierender Anziehungspunkt für ganz Mittel-und Osteuropa und als solcher auch Zentrum der Zuwanderung aus den umliegenden "Kronländern" des Vielvölkerstaates der Donaumonarchie. Heute ist Wien Hauptstadt eines kleinen demokratischen Landes, wiederum aber Brücke und Drehscheibe zwischen West- und Osteuropa, geachtet und respektiert gerade weil es heute keine Hegemonial-Interessen oder imperiale Anmaßung ausstrahlt. Ungeachtet der Kleinheit des Landes und der Beschränktheit seiner Mittel hat Österreich und hat besonders Wien eine überdurchschnittliche Rolle bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus den Krisenregionen des Balkans gespielt - sowohl im Zuge des Bosnien-Krieges als auch während der Kosovo-Krise.

Dieses historisch gewachsene und daher entwickelte Sensorium Wiens gegenüber seinen Nachbarländern in Mittel-, Ost- und Südosteuropa will Wien auch im Zuge der Osterweiterung der Europäischen Union nutzbringend und im Sinne der weiteren Integration Europas einbringen. Auch ohne Klischees wie jenes vom tanzenden Wiener Kongress zu bemühen, kann doch mit berechtigtem Stolz festgehalten werden, dass Wien eine beachtliche Rolle als Stätte der internationalen Politik und Hochdiplomatie spielte und spielt - alleine die Funktion als eine der weltweiten UNO-Sitze -zeugt davon.

"Die Wiener Symphoniker sind die musikalischen Übermittler dieser Wiener Weltoffenheit", so Ederer, "100 Jahre Wiener Symphoniker und die Millenium Assembly der UN sind daher der feierliche Hintergrund für dieses Festkonzert, zu dessen Realisierung die Stadt Wien gerne und aus Überzeugung 1,2
Millionen Schilling beigetragen hat". (Schluss) sto

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