Dom in Wr. Neustadt nun zur Gänze renoviert

LH Pröll: Dom ist neues Wahrzeichen dieser Stadt und dieser Region

Wr. Neustadt (NLK) - Der bevorstehende Nationalfeiertag, die Angelobung von Rekruten des Panzergrenadierbataillons 35 aus Großmittel und der Abschluss der Restaurierung des Doms waren Gründe dafür, dass die Stadt Wr. Neustadt, das Panzergrenadierbataillon 35 und der Verein zur Erhaltung des Liebfrauendoms zu Wr. Neustadt heute Dienstag, 24. Oktober, abends zu einem Festakt auf dem Domplatz der Stadt einluden. Schon zwischen 13:00 und 17:00 Uhr konnte am Hauptplatz eine Geräteschau von Bundesheer, Roten Kreuz und Feuerwehr besichtigt werden. Nach der Feier am Domplatz folgte noch im Dom selbst - von der Musikhauptschule Wr. Neustadt gestaltet - das Mysterienspiel "Spur zum Licht - den Dom mit allen Sinnen erleben".

Im November 1994 begann bekanntlich die Restaurierung des Wr. Neustädter Doms auf der Außenseite. Herabfallende Fassadenteile hatten damals gezeigt, dass der Dom äußerst renovierungsbedürftig ist. Rund 300 schlechte Sandsteinquader waren auszuwechseln, die Fassade war gegen Feuchtigkeit intensiv chemisch zu behandeln, Schäden durch Krieg, Salz, Moos und die Umwelt zu reparieren. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurden die Restaurierungsarbeiten der romanischen Westfassade des Domes mit den beiden Türmen abgeschlossen. Obwohl gerade diese Westfassade zwischen 1892 und 1898 maßstabgetreu neu errichtet wurde, waren hier wegen des wenig widerstandsfähigen Sandsteins, aber auch wegen der Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg besonders deutliche Spuren zu sehen. Knapp 20 Mio Schilling fielen für die Arbeiten als Kosten an, die in fünf gleichen Teilen von der Stadt, vom Bund, vom Land Niederösterreich, von der Erzdiözese Wien und der Dompfarre aufgebracht wurden. Dazu kamen noch Spenden der Bevölkerung. 1998 folgte dann die zweite Hälfte des Domes, nämlich die zumeist romanische Fassade im Norden, Osten und Süden und das der Hochgotik angehörende Querschiff. Im Herbst 2000 wurde das Vorhaben abgeschlossen, das in drei Etappen aufgeteilt wurde. Neuerlich waren Kosten von etwa 15 Mio S aufzubringen.

Vor 25 Jahren begann die Restaurierung des Domes zuerst an der Innenseite, dann auch außen, sagte Bürgermeisterin Traude Dierdorf in ihrer kurzen Rede. In den letzten Jahren wurden für die Außenseite insgesamt rund 35 Mio S investiert, für die Bund, Stadt, NÖ, Erzdiözese Wien und die Dompfarre neben privaten Spendern das Geld auftrieben. Domprobst Hahn habe jedenfalls wieder alle Quellen angezapft, meine Dierdorf und der Dom strahle jetzt wieder wie in allen Jahrhunderten zuvor.

LH Dr. Erwin Pröll sagte, die abgeschlossenen Renovierung sei ein kraftvolles Zeichen für alle NiederösterreicherInnen. Die Renovierung habe überall Bereitschaft zum Mitmachen gefunden, auch über allen Parteigrenzen hinweg. Der Dom sei ein neues Wahrzeichen dieser Stadt und dieser Region geworden. Am 26. Oktober 1955 habe Österreich etwas erreicht, das durch viele Jahre ersehnt wurde, meinte Pröll. Er richtete auch ein Wort an die jungen Soldaten, die mitunter auch in Assistenzeinsatz dienen. Auch sei der Präsenzdienst im Bundesheer eine Zäsur im Leben eines jungen Menschen.

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