Arbeitsmarkt dreht sich auch im Tourismus

Beschäftigung im Sommer erreichte historischen Höchststand -Diskussion über aktuelle Probleme im Fremdenverkehr

Wien (PWK924) - Nicht nur im IT-Bereich, auch im heimischen Tourismus fehlen teilweise schon Arbeitskräfte. "Der Arbeitsmarkt dreht sich, die Nachfrage nach geeigneten Mitarbeitern ist stärker als das Angebot", erklärte der Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Reinhold Mitterlehner, am Dienstag zum Auftakt einer Sitzung der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft. Auf der Tagesordnung der erweiterten Sektionsleitungssitzung, an der Tourismusfunktionäre und Experten aus ganz Österreich teilnehmen, standen aktuelle Probleme dieses Wirtschaftszweiges.

Sehr positiv bewertete Mitterlehner die Einigung der Sozialpartner auf Maßnahmen zur Saisonverlängerung im Tourismus: "Diese haben dabei ihre Handlungsfähigkeit bewiesen". Es sei vorstellbar, dass die gefundene Lösung vorerst einmal befristet eingeführt wird.

In aktuellen Leistungsbericht nahm Bundessektionsobmann Johann Schenner ebenfalls Stellung zur Beschäftigungslage. Diese spiegle die insgesamt positive Entwicklung im heimischen Tourismus wider. Mit Ausnahme von März lag der Beschäftigtenstand immer deutlich höher als im Vorjahr. Im Juli erreichte er mit 168.806 Beschäftigten überhaupt einen historischen Höchststand. Im August lag die Zahl mit 165.567 um 971 Personen über dem Niveau des gleichen Vorjahresmonats. Parallel zur Gesamtbeschäftigung stieg auch die Zahl der im Tourismus beschäftigten Ausländer. Dabei machte sich, so Schenner, die Erhöhung des Saisonnierkontingents für die Sommersaison 2000 bereits deutlich bemerkbar. Im Juli d.J. lag die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um elf Prozent höher als im Vorjahr, die Arbeitslosenzahl ging im gleichen Monat um fast zwölf Prozent zurück. Diese Entwicklung hielt auch im August und September 2000 an.

Nachdem von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein für den Sommer 2000 ein höheres und ausreichendes Kontingent bewilligt wurde, geht es nunmehr um das Winterkontingent 2000/2001, führte Schenner weiter aus. Während das Sommerkontingent um 1.701 auf insgesamt 2.910 Saisonniers aufgestockt worden war, ist für die Wintersaison derzeit lediglich eine Erhöhung um 525 auf 3.570 Saisonarbeitskräfte vorgesehen. Sollte diese Zahl für den Winterfremdenverkehr aber nicht ausreichen, so wurde seitens des Wirtschaftsministeriums eine unproblematische Aufstockung in Aussicht gestellt, kündigte Schenner an.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft
Syndikus Dr. Michael Raffling
Tel.: (01) 50105-3567

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK