SARASTRO, PAPAGENO UND DER BÖSE WOLF

Wien (OTS) - Der Genuss eines gepflegten Bieres sorgt dafür, dass Kehlkopf und Stimmbänder ausreichend feucht erhalten werden und die Stimme wohlklingend und geschmeidig bleibt. Der böse Wolf aus Grimms Märchen hätte also eine bedeutend genussvollere Methode wählen können, um die sieben Geißlein mit seiner Stimme zu täuschen, nämlich Bier trinken statt Kreide schlucken.

Langes Sprechen oder Singen trocknet die Kehle aus. Die Folge davon ist, die Stimme wird brüchig und es kostet immer mehr Kraft, die Zuhörerschaft durch einen wohl klingenden Vortrag mitzureißen. Dr. Reinhard Kürsten, Facharzt für Hals- Nasen- und Ohrenkrankheiten, weiß ein Lied davon zu singen. In seiner Ordination in Wien betreut er eine Reihe von Sängern der Wiener Staatsoper. "Beim Singen ist es ganz wichtig, dass Kehlkopf und Stimmbänder nicht austrocknen", erklärt der Mediziner. Um die Stimme geschmeidig zu erhalten, ist daher auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Sänger kennen einige Regeln, deren Befolgung den Publikumserfolg sichern soll. Verpönt sind salzige Speisen und Rotwein. Salz entzieht dem Körper Wasser und Rotwein trocknet die Schleimhäute aus. Ein kleines Bier kann jedoch ein probates Mittel sein, die Stimme zu "ölen". Was der Arzt jedoch nicht empfiehlt, ist der Alkoholkonsum unmittelbar vor dem Singen.

"Im Gegensatz zu Wein", so Dr. Kürsten "ist im Bier sehr viel Wasser und relativ wenig Alkohol enthalten." Das wirkt sich hervorragend auf die Flüssigkeitsbilanz des Künstlers aus. Der geringe Alkoholanteil und der Hopfen können entspannend wirken und dazu beitragen das Lampenfieber abzubauen. Aber nicht nur in der Vorbereitung auf den Auftritt haben Sänger und Sängerinnen einen hohen Flüssigkeitsbedarf. Aufgrund der enormen körperlichen Anstrengung, die mit der von Ausdauersportlern zu vergleichen ist, und wegen der Hitze der Bühnenscheinwerfer verlieren die Mimen eine beträchtliche Menge an Flüssigkeit und damit wertvolle Mineralstoffe. Kürsten weiß von Sängern, die im Laufe einer Vorstellung zwischen ihren Arien und Duetten zwei Liter trinken. In diesem Falle zwar kein Bier - das wäre selbst für den stärksten Sarastro zu viel.

Nach der Oper jedoch, wenn Sarastro, Papageno und Co. ihren Erfolg feiern, rinnt häufig ein gepflegt gezapftes Seidel oder Krügel die angestrengten Kehlen hinab. Auf diese Weise ersetzen die Künstler Elektrolyte und Mineralstoffe, die sie durch das Singen und Schwitzen verloren haben. Gesund, entspannt und genussvoll kann so ein großer Abend ausklingen. Der regenerierende Effekt des Bieres ist auf seine mehr als 2.000 bisher bekannten Inhaltsstoffe zurückzuführen. Neben Wasser, Hopfen und Malz finden sich im Bier Kohlehydrate, Proteine, Aminosäuren, mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente und Vitamine- vor allem das Vitamin B. Mit dem Genuss von einem Liter Bier kann somit ein erheblicher Anteil des Bedarfs an diesen für den Körper wichtigen Stoffen gedeckt werden.

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