Bogath: Herr Frauenminister Haupt offene Provokation

Jahrzehntelanger Kampf um Rechte der Frauen ad absurdum geführt

Wien (ÖGB-NÖ). "Herbert Haupt als Frauenminister einzusetzen, ist nicht nur eine offene Provokation sämtlicher Frauen dieses Landes, es führt auch den jahrzehntelangen Kampf der Frauen um Mitbestimmung, Chancengleichheit und Gerechtigkeit ad absurdum", stellte heute, Dienstag, die Vorsitzende der ÖGB-Frauen-NÖ, KR Christa Bogath, klar. "In Hinkunft wird der Herr Frauenminister Haupt entscheiden, was gut für 'frau' ist und selbige hat dann der Bundesregierung dankbar dafür zu sein. Das ist mit Abstand die ungeheuerlichste Chuzpe, die sich je eine Regierung geleistet hat:
Ein Mann als 'Oberhaupt' der Frauenpolitik", unterstrich Bogath.++++

In diesem Zusammenhang könne mit Recht darauf verwiesen werden, dass Provokationen einzelner Bevölkerungsgruppen zur Strategie der derzeitigen Regierung gehörten. "Im Bereich der Frauen ist nun ein 'Hauptsignal' gesetzt worden, das selbst geschlechtsneutral betrachtet höchstens die 'Hauptverantwortung' für die Frauenpolitik übernehmen kann, denn als Frau wird der 'Hauptmann' im Frauenministerium niemals agieren können", betont die niederösterreichische Landesfrauenvorsitzende. "Wir sind jedenfalls schon sehr auf das erste 'Hauptwort' zur Emanzipation der Frauen gespannt und warnen schon heute davor, dass die 'Hauptanliegen' wohl kaum etwas mit wirklicher Frauenpolitik zu tun haben werden", so Bogath abschließend. (nk/hk)

ÖGB, 24. Oktober 2000
Nr. 896

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Telefon (01) 58 883/1570 DW

ÖGB-Frauen NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB