Marcel Prawy für den ORF auf Spurensuche von "Gianni Schicchi" in Florenz

ORF-Opernführersendung präsentiert Raritäten am Nationalfeiertag

Wien (OTS) - Eines der Meisterwerke der italienischen Buffo-Opern, Giacomo Puccinis "Gianni Schicchi", war die erste Premiere der Wiener Staatsoper in der Saison 2000/2001. Der ORF überträgt diese Oper, die von Tod, Testamentsfälschung und gierigen Angehörigen handelt, aus der Wiener Staatsoper am Mittwoch, dem 1. November 2000, um 22.00 Uhr. Aus diesem Anlass begibt sich Marcel Prawy bereits am Nationalfeiertag, am Donnerstag, dem 26. Oktober, um 18.25 Uhr in ORF 2 in seiner jüngsten Opernführer-Sendung auf die Spuren des Werks. Die komische Oper zählt zu Prawys Lieblingsstücken: "Giacomo Puccinis einzige Opera buffa, ’Gianni Schicchi’, ist wunderbar aufgebaut, eine herrliche Mischung von Grausamkeit und Zärtlichkeit! Das ist das Faszinierende an diesem Werk."
Professor Prawy bereiste Bologna, Ravenna, Florenz und Umgebung, wo die Handlung der Oper spielt. Bei den Dreharbeiten hieß es vor allem warten: entweder auf Sonne - die meiste Zeit regnete es - oder auf Baulärm-Pausen. Unter anderem musste Marcel Prawy und sein Team zweieinhalb Stunden auf der Piazza della Signoria in Florenz warten, bis endlich die nötige Ruhe zum Drehen eingekehrt war. Italienische Bauarbeiter hören erst nach 18.00 Uhr zu arbeiten auf. Wenn in den Regenpausen sich doch endlich etwas Sonnenschein zeigte, war Eile beim Drehen angesagt, denn die sonnigen Momente waren meist nur von kurzer Dauer. Viel Zeit verbrachte Marcel Prawy dafür im Dommuseum, wo er unter anderem die Sterbeurkunde des Testamentsfälschers Gianni Schicchi entdeckte. Sowohl dieses Dokument als auch der Totenschein des Florentiner Bürgers Buoso Donati, dessen Testament Schicchi gefälscht hatte, sind in Marcel Prawys Sendung zu sehen.
Puccini ließ sich zu "Gianni Schicchi" durch eine Episode aus Dantes "Göttlicher Komödie" anregen, einem Werk, das am Ursprung der italienischen Renaissance steht. Bei Dante schmachtet Gianni Schicchi in der "Hölle". Auch dem florentinischen Dichter widmet Prawy einen Teil seiner Sendung. In Florenz besuchte er dessen Geburtshaus und Stammkirche, in Ravenna dessen Grabmal. Der Librettist Giovacchino Forzano knüpfte mit seinem Text bewusst an die Tradition der Commedia dell’Arte an.
Unter anderem präsentiert Marcel Prawy einen der größten "Schlager" aus Puccinis Feder, die Arie der Lauretta, "O mio babbino caro", gesungen von Angelika Kirchschlager aus der jüngsten Staatsopernproduktion. Zu sehen sind weiters Schätze aus dem Archiv, unter anderem eine Volksopern-Rarität aus dem Jahr 1960 mit Erich Kunz, ferner Ausschnitte mit Walter Berry, Juan Pons in einer Aufzeichnung aus der Mailänder Scala von 1983 und mit Leo Nucci, dem Gianni Schicchi in der derzeitigen Staatsopernaufführung.

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