Schülertransporte mangelhaft

Das KfV erinnert an die seit 1. Jänner 1999 geltenden Bestimmungen für Schülertransporte - im 1. Halbjahr 2000 gab es bereits 11 Schulbusunfälle mit 22 Verletzten und 2 Toten!

Wien (OTS) - "Die Verantwortung für Schülerinnen und Schüler liegt während des Schülertransportes vor allem bei den zuständigen Busunternehmern und den Lenkern", so Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der Rechtsabteilung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). In den bis jetzt vorliegenden Zahlen des ersten Halbjahrs 2000 ereigneten sich 11 Schulbusunfälle. Dabei wurden 22 Personen - davon 18 Schüler - verletzt. Ein Schüler und eine weitere Person kamen bei den Unfällen ums Leben. Im Jahr 1999 ereigneten sich in Österreich 33 Unfälle mit Personenschaden, an denen ein Schulbus beteiligt war. 70 Personen wurden verletzt - davon 60 Schüler im Pflichtschulalter zwischen 6 und 15 Jahren - ein Schüler wurde getötet.

Ein Kind bedeutet einen Sitzplatz!

Seit 1. Jänner 1999 gelten strengere kraftfahrrechtliche Bestimmungen für Schülertransporte, die unbedingt eingehalten werden müssen: Für Schülertransporte in Kleinbussen, das sind Personen- oder Kombinationskraftwagen mit nicht mehr als neun Sitzplätzen, gilt folgende Regel: Ein Kind zählt als eine Person und benötigt deshalb einen eigenen Sitzplatz! Weiters dürfen Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 150 cm sind, ausnahmslos nur mit einem dem Alter entsprechenden Kindersitz befördert werden. Das heißt, daß sich Eltern und Unternehmer einigen müssen, wer die benötigten Kindersitze zur Verfügung stellt! Zusätzlich müssen die verwendeten Kraftfahrzeuge mit Leuchten zum Erkennen des ordnungsgemäßen Schließens der Türen sowie Spiegeln für einwandfreies Einsehen der Türbereiche ausgestattet sein.

"Die Bestimmungen sind vor mittlerweile 22 Monaten in Kraft getreten. Die Umstellphase der Unternehmer sollte daher längst beendet sein, dies liegt vor allem im Interesse eines sicheren Transportes unserer Kinder. Zudem drohen bei Nichteinhaltung Verwaltungsstrafen bis zu 30.000 Schilling", betont Mag. Kaltenegger.

Unfallursachen

Zu Verletzungen kommt es häufig, da Kinder nicht angegurtet sind:
Im Ernstfall kann ein Gurt Lebensretter sein. Ein Aufprall mit 50 km/h entspricht einem ungebremsten Sturz aus dem 3. Stockwerk oder aus 10 m Höhe. Daher gilt: Kinder unbedingt anschnallen! Unfälle passieren außerdem beim Ein- und Aussteigen der Kinder, im Bus selber, wenn Kinder sich um einen Platz streiten müssen, bzw. im Haltestellenbereich, wo ungesicherte Straßenkreuzungen brenzlige Situationen verursachen können: Kinder stürmen aus dem Bus und werden vom ankommenden Verkehr nicht gesehen, oder sie laufen zum ankommenden Bus und queren dabei die Straße ohne auf den Verkehr zu achten. Für Autofahrer gilt daher: Augen auf, Geschwindigkeit reduzieren und vor allem das Vorbeifahrverbot an gekennzeichneten Schulbussen beachten. "Hat ein Schülertransport, der mit einer gelbroten Schülertransporttafel gekennzeichnet ist, die Alarmblinkanlage und zusätzlich Warnleuchten eingeschaltet, darf an ihm auf keinen Fall vorbeigefahren werden. Der Fahrzeuglenker muß anhalten - sogar dann, wenn der Bus in einer Haltestellenbucht steht", so Mag. Kaltenegger.

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