Die Network Services Division der Alcatel in Österreich

Liberalisierung der Telekommunikation eröffnet neue Marktchancen

Wien (OTS) - Nach der Gründung der Network Services Division der Alcatel in Österreich im heurigen Jahr, in der die Kompetenzen in Projektmanagement, Netzplanung, Wegerechtsbeschaffung und Netzbau konzentriert sowie die Aktivitäten zur Betriebs- und Wartungsunterstützung für traditionelle und alternative Telekom Operators zusammengefaßt wurden, sind Turnkey, Outsourcing und Partnering die Schlüsselworte für das Jahr 2001. Für den Turnkey-Netzbau wurden drei Hauptsegmente definiert: Glasfasernetze im Backbone und im Citynet, Funknetze und Telekom-Gebäude, wie Data Centers oder Internet Solution Centers. Interroute (i.21), GTS und Telia, drei europaweit agierende Telekom-Betreiber und -Carrier, haben Alcatel mit der Errichtung ihrer optischen Backbone-Netze in Österreich beauftragt, die auf der Strecke Salzburg - Linz - Wien -Graz - Klagenfurt - Arnoldstein die wichtigsten Städte an ihre europäischen Netze anbindet.

Alleine an diesem Projekt arbeiten rund 50 Spezialisten bei Alcatel für Planung, Qualitätssicherung und Bauüberwachung, mehrere hundert finden bei 12 Subunternehmen für den Bau Beschäftigung. Weitere Aufträge bezogen sich auf Teile des Mobilfunknetzes für tele.ring sowie für Mobilkom und Connect Austria.

Alcatel als Komplettanbieter von Systemen verfügt als globales Unternehmen mit einer Präsenz in 130 Ländern weltweit über eine umfassende Lösungskompetenz, die nun den Netzbetreibern professionell und unabhängig vom Systemhersteller angeboten wird. Die Network Services Division in Österreich ist eine der ersten innerhalb des Alcatel Konzerns mit dem vollen Serviceangebot.

Mit der Liberalisierung der Telekom-Dienste änderten sich europaweit auch die Prioritäten der Eigentümer der Netze. Das Ziel, Sprach- oder Datendienste schnellstmöglich am Markt anzubieten - um die Investitionen zu finanzieren - führte dazu, dass die Betreiber zunehmend dazu übergehen, sich auf ihr Core Business, nämlich das Marketing und den Vertrieb von Diensten zu konzentrieren. Insbesondere die Entwicklung eines neuen Diensteangebots stellt eine große kreative Herausforderung dar. Daher werden für alle Aktivitäten, die für den Netzbetrieb unerläßlich sind, immer mehr Services von anderen Unternehmen in Anspruch genommen, statt eigene Ressourcen aufzubauen. Im Rahmen der verstärkten Serviceorientierung bietet Alcatel nun den Betreibern nicht nur Consulting für die Planungsphase an, sondern erweitert das Produktportfolio auch um den Bau und Betrieb der Netze sowie um die Durchführung von Serviceaktivitäten, wie die Wartung von Netzen, Verrechnung und Kundendienste. Um den Kunden die gewünschten Gesamtlösungen bieten zu können, sind Partnerschaften mit anderen spezialisierten Telekom-Dienstleistern unumgänglich. Dabei bietet jeder Partner die Dienstleistung aus seiner Kernkompetenz an, was in einer hochprofessionellen Gesamtlösung für den Kunden mündet.

Alcatel verlegt optische Backbone-Netze für den Datenhighway in Österreich

Am spektakulären Beispiel einer Hi-tech Kabelverlegung im Wienerwald, für den Auftrag von Interroute (i.21), GTS und Telia, demonstrierte Alcatel die Leistungsfähigkeit der Network Services Division. Ein sogenannter Kabelpflug, ein 20 Tonnen schweres Fahrzeug, verlegt in einer Tiefe von 80 bis 150 cm unter Feldwegen und Nebenstraßen in einem einzigen Arbeitsgang 12 hochspezialisierte Kunststoffschläuche mit einem Durchmessser von je 5 cm. Bei einfachen Trassen - ohne querende Rohre, andere Kabel, Brücken, etc. - verlegt der Pflug die Schläuche auf einer Strecke von 2 km pro Tag, in die in einem weiteren Arbeitsgang die Glasfaserkabel mit Preßluft mit einem Druck von 10 bar eingeblasen werden. Bisher wurden für die Strecke Salzburg - Linz - Wien - Graz - Klagenfurt - Arnoldstein 3.000 km Kunststoffschlauch verlegt. Die Fertigstellung ist für Mitte 2001 geplant.

Bis 2005 sollen alle Länder der Europäischen Union mit Rohren und Kabeln versehen sein, sodass Telefongespräche, E-Mails und lnternetaktionen gleichzeitig, schnell und in unglaublichen Mengen übertragen werden können. Die Glasfaserkabel haben 96 oder 192 Fasern, auf einer Faser können 22.000 Telefongespräche gleichzeitig geführt werden, bei einem Kabel, gebildet aus 192 Fasern, sind das somit 4,2 Millionen Gespräche. Der derzeitigen Auftragslage entsprechend, werden nur ein bis zwei Rohre mit Kabeln bestückt, die restlichen werden für die Zukunft verlegt und je nach Bedarf vermietet. Für die Ansiedelung von lndustrie und Gewerbe und deren internationale Konkurrenz-fähigkeit sind diese Datenhighways Grundvoraussetzung. Sogenannte "points of presence" (pop) stellen den Zugang zum Highway her; es sind dies Knoten, die meistens in Industrieparks angesiedelt sind, von wo aus die Leitungen weiter zu den Kunden geführt werden.

Umweltschonende Verlegung der Kabel

"Die Schonung der Umwelt ist bei den Verlegearbeiten ein wesentliches Kriterium. Wenn es das Gelände erfordert, muß mit Felsfräsen und Sprengstoff gearbeitet werden. Wir nehmen jedoch große Rücksicht auf die Natur: bei Bächen und Flüssen wird beispielsweise unter dem Wasser durch die Erde gebohrt - die Rohre und Kabel werden unter dem Flußbett verlegt", sagte Dipl.- Ing. Andreas Herzog, Leiter der Network Services Division der Alcatel in Österreich. Auch asphaltierte Straßen werden geschont. Mit den Bauern wurden über die Landwirtschaftskammer Entschädigungszahlungen für allfällige Flurschäden vereinbart.

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Tel: 27722-5014
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Alcatel Austria Vertriebs Ges.m.b.H.
Dr. Anton Bum
Director Communications
Tel.: 27722-5444
e-mail: anton.bum@alcatel.at

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