97 Prozent für Kreißls Rücktritt

Mehr als 2.000 Userinnen für Ablöse des freiheitlichen Landesparteisekretärs

Wien (SPW) Geht es nach dem Willen der Netizens, kommt es bei der Wiener FPÖ bald zu einem Wechsel an der Parteispitze: Denn die Netizens nutzten die Möglichkeit, auf der Homepage der SPÖ Wien unter www.wien.spoe.at zu folgender Frage abzustimmen: "Ist der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Michael Kreißl rücktrittsreif?" - Das für Kreißl wenig erfreuliche Ergebnis: 97% votierten gegen Kreißl und somit für den Rücktritt jenes Mannes, dessen Name im Zuge der Spitzelskandal-Untersuchungen immer wieder genannt wird.****

Der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Harry Kopietz, hatte Kreißl bereits letzte Woche zum Rücktritt aufgefordert: "Nach dem wenig eleganten Abgang des zweiten freiheitlichen Regierungsmitglieds innerhalb von neun Monaten ist nun auch bei den Wiener Freiheitlichen Feuer am Dach. Denn alle in den letzten Wochen kolportierten Informationen deuten ja darauf hin, dass Kreißl im größten Spitzelskandal der 2. Republik der Verbindungsmann zwischen FPÖ und Polizei war: Er stellte offenbar die Kontakte her, und nach diversen Aussagen dürfte es auch Kreißl gewesen sein, der die Geldflüsse für das illegale Beschaffen von geheimen Daten abwickelte. Ich schließe mich den Netizens deshalb voll und ganz an und fordere Kreißl auf, zurückzutreten oder zumindest als ersten Schritt sein Mandat ruhend zu legen, bis die Untersuchungen seine Rolle in dieser Spitzelaffäre geklärt haben."

Er erneuerte seine Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung durch Innenminister Strasser ohne Rücksicht auf den Koalitionspartner. "Dabei gilt es auch zu klären, wer gegen die Mitglieder des Wiener Stadtsenats, Altbürgermeister Helmut Zilk und SP-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer ermittelt hat", so Kopietz abschließend. (Schluss) sl

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