Brauner: Haupt als "Frauenminister" ist Gipfel der Anti-Frauenpolitik

Wien (SPW) Als "Gipfel der Anti-Frauenpolitik" der derzeitigen Bundesregierung bezeichnete Wiens Frauenstadträtin, SPÖ-Wien Frauenvorsitzende Renate Brauner, die Entscheidung der FPÖ, Herbert Haupt zur "Frauenministerin" zu machen. "Deutlicher kann man wohl nicht zeigen, was man(n) von den Anliegen der Frauen hält. Aber es wäre ja nicht der erste Mal, dass diese Bundesregierung gegen Frauen vorgeht", unterstrich Brauner. ***

Als Beispiele der Anti-Frauenpolitik nannte Brauner die Abschaffung der Mitversicherung für kinderlose Ehepartnerinnen, die Abschaffung der Kindergartenmilliarde, die Aushebelung des Gleichbehandlungsgesetzes durch das Objektivierungsgesetz und die sukzessive Aushungerung der österreichischen Frauenberatungseinrichtungen. "Eine Frau im Regierungsteam durch einen Mann ersetzen und nicht einmal ansatzweise versuchen, eine Frau als Nachfolgerin zu finden - mit diesem Schritt hat die ÖVP-FPÖ-Regierung wieder einmal deutlich klar gemacht, was sie wirklich unter Frauenförderung in der Politik versteht", kritisierte Brauner den Wechsel.

Damit habe sich, so Brauner weiter, die ohnehin schlechte Frauenquote in der Regierung noch einmal nach unten entwickelt und halte jetzt bei "lächerlichen 25 Prozent". Neugierig ist Brauner auch auf die Reaktion der ÖVP-Frauen, die ja erst unlängst durch eine umstrittene Imagekampagne versucht haben, sich als "stark, schwarz und weiblich" zu positionieren. "Wenn es Rauch-Kallat und Co. mit der Frauenoffensive wirklich ernst ist, haben sie nun die Gelegenheit zu beweisen, dass diese Regierung auch einmal vorwärtsgewandte Impulse für Frauen setzen kann", so Brauner abschließend.

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