GPA: Bankangestellte fordern 4,6 Prozent Gehaltserhöhung

Sektion Geld und Kredit der GPA beschließt Forderungen für die KV-Runde

Wien (GPA/ÖGB). Vergangenen Freitag hat der Sektionsvorstand der Sektion Geld und Kredit der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) die Forderungen für die Kollektivvertrags-Verhandlungen beschlossen.++++

Die Gehälter der etwa 75.000 Bankangestellten sollen mit 1. Februar 2001 um 4,6 Prozent erhöht werden. Günter Benischek, Vorsitzender der Sektion Geld und Kredit, begründet diese Forderung mit der ausgezeichneten wirtschaftlichen Entwicklung der Branche, wie die Halbjahresbilanzen und das Wirtschaftswachstum mit 3,5 Prozent zeigen. Die maßvollen Abschlüsse der letzten Jahre rechtfertigen nun, bei der guten wirtschaftlichen Lage der Institute, einen Abschluss, der spürbar über der Inflationsrate liegt.

Zudem kommt, dass der Arbeitsdruck durch die Personaleinsparungen wesentlich gestiegen ist. Gesetzliche Maßnahmen, wie z. B. die Aufhebung der Sparbuch-Anonymität, führen vor allem in der Kundenberatung zu Belastungen, die an die Grenze des Verkraftbaren für die Angestellten führen. Dies findet in der Forderung ebenfalls seinen Niederschlag.

Bei dieser Verhandlungsrunde müssen auch die Rahmenbedingungen für die Euro-Umstellung geregelt werden. Benischek kritisiert in diesem Zusammenhang die Haltung der Bundesregierung, für die es offenbar selbstverständlich ist, dass die Kosten der Umstellung von den Geldinstituten getragen werden.

Die Bankangestellten erwarten, dass die Kollektivvertrags-Verhandlungen zügig geführt werden und ein zeitgerechter Abschluss möglich ist. (aw)

ÖGB, 23. Oktober 2000
Nr. 892

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