"Thema" am Montag, dem 23. Oktober

Wien (OTS) - Barbara van Melle präsentiert am Montag, dem 23. Oktober 2000, um 21.05 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:

Schweiz: Leben mit der Katastrophe
Eine Woche nach dem Bergrutsch werden im Walliser Bergdorf Gondo immer noch vier Menschen vermisst. Bisher konnten die Suchmannschaften aus den Schlamm- und Felsmassen neun Tote bergen, doch sie wollen die Hoffnung noch Überlebende zu finden, nicht aufgeben. Das Dorf gleicht einer Geisterstadt, ob die Bewohner, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, jemals wieder zurückkehren können, ist fraglich. Geologen befürchten weitere Erdrutsche. Experten rätseln unterdessen über die Ursache der Katastrophe: Gondo war ein uraltes Bergdorf, viele Häuser, die jetzt von den Muren weggerissen wurden, waren drei- bis vierhundert Jahre alt. Man fühlte sich sicher, niemand hätte je mit einem Bergrutsch gerechnet. - Alexander Steinbach war in Gondo und hat mit Betroffenen und Helfern gesprochen. "Thema" geht außerdem der Frage nach, ob eine derartige Katastrophe auch bei uns in Österreich möglich wäre.

Im Zweifel gegen den Angeklagten
Vor mehr als einem Jahr wurde der nigerianische Schriftsteller Charles Ofoedu im Rahmen der Operation Spring als mutmaßlicher Drogenboss verhaftet und unter Anklage gestellt. Beim Prozess wurde er von einem interessanten Zeugen belastet: Von "Helmi", einem anonymen Kronzeugen mit Vollvisierhelm. Charles Ofoedu, der vermeintliche Drogenboss, wurde zu zehn Monaten bedingt verurteilt. "Helmi", der selbst aus dem Drogenmilieu stammt, hatte Ofoedu belastet. Der anonyme Kronzeuge mit Vollvisierhelm stand nicht zum ersten Mal im Zeugenstand. Auch ein zweiter Fall zeigt, welches Gewicht anonyme Zeugen im Rechtsstaat Österreich haben: Im Juni wurde Michel Kabongo, ein 21-jähriger Afrikaner, wegen Drogenhandels zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil stützte sich lediglich auf die Aussage von "Helmi". Selbst Strafrechtsexperten aus dem Justizministerium kritisieren diese Vorgangsweise. - Für "Thema" haben Ursula Neuner-Rennhofer und Gudrun Kampelmüller die beiden Fälle und die zweifelhafte Kronzeugenregelung recherchiert.

Paralympics 2000 - Titelsong aus Österreich
Diese Woche wurden in Sydney die Paralympischen Spiele eröffnet. Die Spiele für behinderte Sportler haben in den vergangenen Jahren eine weltweite Popularität erlangt. Heuer sind 49 Sportler aus Österreich dabei, doch nicht nur das: Auch der Titelsong für das Sportereignis kommt aus Österreich. Die erst 14-jährige Panah aus Oberösterreich hat ihr Lied "Together We Are Strong" vor Tausenden begeisterten Zusehern im Olympiastadion in Sydney live gesungen. Den Song hat Panah gemeinsam mit Waterloo und Robinson geschrieben. Panah ist Kurdin und stammt aus dem Irak. Seit elf Jahren sitzt sie im Rollstuhl, sie ist nach einer Grippeimpfung querschnittgelähmt. -"Thema" hat Panah nach Sydney begleitet und zeigt ein Porträt der jungen Sängerin von Robert Altenburger.

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