Bundesforste-Waldverkauf bietet Chancen für Junglandwirte

Österreichische Jungbauernschaft kritisiert SPÖ und Grüne

Wien, 20. Oktober 2000 (AIZ). - "Der Verkauf von rund 50.000 ha Wirtschaftswald der Österreichischen Bundesforste würde es insbesondere Junglandwirten ermöglichen, die Struktur ihres Betriebes zu verbessern und das Einkommensstandbein Forstwirtschaft auszubauen. Die Bundesforste besitzen in einigen Regionen kleine Waldstücke, die von angrenzenden bäuerlichen Waldbesitzern mitbewirtschaftet werden könnten. Wir erwarten, dass vorwiegend Parzellen, die an bäuerliche Grundstücke grenzen, zu vernünftigen Preisen zum Verkauf angeboten werden", betonte heute Peter Gumpinger, Obmann der Österreichische Jungbauernschaft, in einer Aussendung. ****

Die Forstwirtschaft sei für die österreichischen Bauern von großer Bedeutung. Von den 200.000 Waldbesitzern seien 180.000 Besitzer von bäuerlichem Kleinwald. Die Jungbauernschaft rechne, dass etwa 5.000 bis 10.000 Betriebe zwischen 5 und 10 ha Wald erwerben könnten - die Waldfläche dieser Landwirte würde dadurch um circa ein Drittel steigen. Bei steigenden Kosten in der Landwirtschaft und gleichzeitig sinkenden Preisen für Agrarprodukte sei es notwendig, die Betriebe zu vergrößern um zu überleben, so Gumpinger.

"Studien belegen, dass bäuerlicher Wirtschaftswald weniger intensiv genutzt wird als Wald großer Forstbetriebe. Es gibt auch Beispiele in der Praxis, die belegen, dass die Pflege des Waldes durch bäuerliche Bewirtschafter mindestens so gut erfolgt wie durch die Bundesforste", so Gumpinger. Die Jungbauernschaft zeige sich daher über die bauern- und privateigentumsfeindliche Haltung von SPÖ, Grünen und ÖGNU erstaunt. Befürchtungen über den Ausverkauf von Naturschutzgebieten seien nicht angebracht. Die Jungbauernschaft hoffe aber gleichzeitig, "dass die Bundesforste den Wald nicht in Form von Jagdrevieren mit Baumbestand großflächig abverkaufen, wenn dadurch mehr Geld als bei Bauern zu holen ist".
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