Flughafen Wien: Prinzhorn fordert Totalprivatisierung

Länder verstoßen gegen das Regierungsübereinkommen

Wien, 2000-10-20 (fpd) - Der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher DI Thomas Prinzhorn kritisierte die Landeshauptleute Häupl und Pröll, die für die Länder Wien und Niederösterreich nun von ihrem Vorkaufsrecht beim Flughafen Wien Gebrauch machen. ****

Prinzhorn forderte die Totalprivatisierung des Wiener Flughafens. "Wenn Bundesanteile von den Ländern übernommen werden, so kann nicht von einer Privatisierung gesprochen werden. Die Länder widersprechen hier eindeutig dem Regierungsabkommen. Diese sollen nicht Bundesvermögen erwerben und somit eine Privatisierung verhindern, sondern sich vielmehr von eigenen Vermögenswerten auf Landesebene trennen, das gilt auch für die jeweiligen Landesanteile am Wiener Flughafen".

"Die internationale Erfahrung zeigt, daß nur eine 100%ige Privatisierung eine erfolgreiche sein kann. Das im Regierungsübereinkommen vereinbarte Ziel, die Bundesanteile diverser Unternehmen zu 100% neuen Eigentümern, strategischen Partnern oder dem Publikum zuzuführen, kann im Fall des Flughafens nicht dahingehend verstanden werden, daß die Länder nun als Käufer zusätzlicher Flughafenanteile auftreten", so Prinzhorn.

"Die letzten Jahrzehnte haben eindeutig gezeigt, daß die öffentliche Hand als Unternehmer ungeeignet ist. Es gibt auch keinen Beweis dafür, daß Bundesländer bessere Unternehmer sind als der Bund. Im Gegenteil: Die Bank Burgenland ist das jüngste Beispiel für politische Mißwirtschaft auf Landesebene", so der freiheitliche Wirtschaftssprecher. Der vollständige Gang an die Börse und somit der Rückzug des Staates seien die einzige Möglichkeit, die österreichischen Unternehmen im europäischen Vergleich auf Vordermann zu bringen. Aufstockungen von Landesbeteiligungen seien hier mehr als entbehrlich. (Schluß)

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