Erdöl verteuert Lackrohstoffe dramatisch

Preise für die wichtigsten Standardlösemittel in den letzten 12 Monaten um 60 Prozent gestiegen

Wien (PWK902) - Die österreichische Lackindustrie sieht sich mit dramatischen Kostensteigerungen konfrontiert, die einerseits von den aktuellen Entwicklungen am Rohölmarkt ausgehen, andererseits aber auch durch den hohen Dollarkurs verursacht sind. Laut einer Erhebung des Fachverbandes der chemischen Industrie, sind in den letzten 12 Monaten die für die Herstellung von Lacken und Farben wichtigen Standardlösemittel um durchschnittlich 60 % gestiegen. Auch Vorprodukte, die als Bindemittel in der Farb- und Lackproduktion eingesetzt werden, wie Harze und Dispersionen, haben sich enorm erhöht.

Wie der für die Lack- und Anstrichmittelindustrie zuständige Referent erklärte, haben die Ermittlungen des Fachverbandes ergeben, dass wichtige Rohstofflieferanten heuer bereits zwei Preiserhöhungen durchgeführt und weitere für die nächsten Wochen angekündigt haben.

Für die zumeist mittelständischen österreichischen Lackhersteller sind die Preiserhöhungen bei den Rohstoffen besonders gravierend. Dazu kommen noch weitere preistreibende Faktoren, wie die gestiegenen Transportkosten aufgrund der hohen Preise für Dieselkraftstoff, sowie Verteuerungen bei den Gebinden. Es werden nur geringe Chancen gesehen, die Kostensteigerungen durch weitere Rationalisierungen aufzufangen. Da diese Einstandspreise für Rohstoffe der wesentliche Kostenfaktor bei der Lack- und Farbenherstellung sind, muss davon ausgegangen werden, dass sich in den kommenden Monaten auch die Erzeugerpreise in der Lack- und Anstrichmittelbranche nach oben entwickeln werden. (MH)

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