Die Arbeiterkammer engagiert sich für ihre Mitglieder in ärztlichen Schlichtungsverfahren

Linz (AKO) Seit knapp einem Jahr vertritt die Arbeiterkammer ihre Mitglieder bei Problemen mit Ärzten oder in Krankenanstalten vor der Schiedsstelle für Behandlungsfehler. In einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentierten Ärztekammer und Arbeiterkammer heute eine erste Bilanz dieser Zusammenarbeit.

Die Einbindung der Arbeiterkammer in die ärztliche Schiedsstelle erfolgte nach dem Vorbild der zahnärztliche Schlichtungsstelle der Ärztekammer, wo die Arbeiterkammer seit Jahren in den Schlichtungsverfahren engagiert ist. Patientenbeschwerden, die bei der Konsumenteninformation der AK einlangen, werden von zwei Experten in einem persönlichen Beratungsgespräch aufgenommen und wenn nötig vor die Schiedsstelle der Ärztekammer gebracht. Beim ganzen Schlichtungsverfahren werden die Patienten von der AK kostenlos begleitet und unterstützt.

Die AK hat im letzten Jahr 37 Beschwerden aufgenommen, von denen 35 an die Ärzte-Schiedsstelle weitergleitet wurden. Davon wurden mehr als 60 Prozent im Sinne der Patienten erledigt. Eine Gesamtsumme von mehr als 630.000 Schilling konnte dabei für die betreuten AK-Mitglieder hereingebracht werden. In der zahnärztlichen Schlichtung hat die AK im Vorjahr 50 Patienten betreut, wobei 39 Verfahren bereits abgeschlossen werden konnten . 69 Prozent der behandelten Fälle wurden bisher positiv erledigt.

Wenn die Patienten mit der Entscheidung der Kommission nicht einverstanden sind, so haben sie immer noch die Möglichkeit, den Gerichtsweg zu beschreiten.

AK-Präsident Hubert Wipplinger bewertete die Schlichtungsverfahren sehr positiv, verwies aber auch auf Schwächen, die aus Sicht der Arbeiterkammer noch behoben werden müssen. Nötig sei zum Beispiel einer Verkürzung der Zeitspanne zwischen Beschwerde und Schlichtungssitzung, damit Patienten noch schneller mit einer Klärung ihres Anliegens bzw. mit einer finanziellen Entschädigung rechnen können.

Ein weiteres Problem ist, dass Patienten leer ausgehen, wenn kein Verschulden nachgewiesen werden kann. Wipplinger schlug daher die Einrichtung eines Härtefonds vor. Über die Vergabe von Mitteln aus diesem Fonds sollte die - um einen Experten der Arbeiterkammer erweiterte - Kommission der Schiedsstelle entscheiden. Die Finanzierung dieses Fonds könnte wie dem bewährten Wiener Modell durch das Land erfolgen.

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