HGPD-Kaske: "Saisonverlängerungsmodell nicht kaputt reden"

Sozialpartnerlösung zur Arbeitslosengeldsperre im Tourismus

Wien (HGPD/ÖGB). "Wir lassen und das Saisonverlängerungsmodell
der Sozialpartner nicht kaputt reden", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, heute vormittag in einem Pressegespräch: "Da setzen wir uns an einen Tisch und entwickeln ein Modell, von dem alle Beteiligten etwas haben, und dann ist es dem Minister für Arbeit und Wirtschaft, Martin Bartenstein 'zu wenig verbindlich.'"++++

Laut der Vereinbarung, die die Sozialpartner am 16. Oktober getroffen haben, sollen in Zukunft maximal ein Drittel der während der Saison geleisteten Überstunden auf freiwilliger Basis zur Verlängerung des Beschäftigungsverhältnisses herangezogen werden. Außerdem sollen die während der Saisonbeschäftigung entstehenden Urlaubsansprüche zur Hälfte, maximal jedoch für fünf Tage, zur Saisonverlängerung verwendet werden. Und schließlich schlagen die Sozialpartner vor, dass Betriebe ihren Mitarbeitern Weiterbildung im Ausmaß von maximal fünf Tagen am Beginn der Saisonbeschäftigung anbieten.

"Dieses Modell brächte für alle Vorteile", betont Kaske: "Die Arbeitslosenversicherung wäre entlastet, die KollegInnen gewinnen Versicherungszeiten und die Tourismuswirtschaft sichert ihre Personalreserven." Die reservierte Haltung der Regierung will der HGPD-Vorsitzende nicht verstehen: "Wir werden mit unseren Sozialpartnern aus der Wirtschaftskammer für die Einsetzung dieses vernünftigen Modells eintreten." (kk)

ÖGB, 20. Oktober 2000
Nr. 885

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