AMS Wien präsentiert sein Aktionsprogramm check_in für langzeitarbeitslose Menschen - BILD (web)

Pressekonferenz zum Auftakt der großen Maßnahmenoffensive

Wien (OTS) - Der Konjunkturmotor läuft. Am Wiener Arbeitsmarkt
gibt es mehr offene Stellen als noch vor einem Jahr. Die allgemeine Arbeitslosenquote sinkt, die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt. "Wir wissen aber, dass eine gute Konjunktur nicht automatisch neue Arbeitsplätze für jene Menschen schafft, die bereits längere Zeit arbeitslos sind, " betont Dr. Ingeborg Friehs, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Wien, anlässlich der Pressekonferenz am 20. Oktober in Wien.

Deshalb setzt das AMS Wien einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf die Integration von langzeitarbeitslosen Menschen. "Mit dem Aktionsprogramm check_in haben wir ein Bündel an Maßnahmen, die gezielt eingesetzt werden, um langzeitarbeitslose Menschen zu beraten und zu qualifizieren. Gleichzeitig bieten wir Unternehmen sehr attraktive Förderungen bei der Einstellung langzeitarbeitsloser Arbeitskräfte an."

Wer ist länger arbeitslos?

In der Bundeshauptstadt sind rund 18 Prozent aller arbeitslosen Wiener und Wienerinnen langzeitarbeitslos und damit länger als ein Jahr ohne Erwerbsarbeit. Ende September 2000 waren es 9658 Personen. Statistisch betrachtet sind zwei Drittel der von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Personen Männer, ein Drittel sind Frauen. Zwei Drittel aller Langzeitarbeitslosen sind über 45 Jahre alt. 43 Prozent haben nur die Pflichtschule absolviert. Viele, die schon über ein Jahr ohne Erwerbsarbeit sind, haben darüber hinaus gleich mehrere Probleme, die den Wiedereinstieg erschweren. Ein typischer Grund für Langzeitarbeitslosigkeit von Frauen sind Betreuungspflichten für Kinder. 10% aller langzeitarbeitslosen Frauen geben dies als Erschwernis für die Arbeitsaufnahme an.

Chancen erhöhen

Ziel des Schwerpunktes Integration von Langzeitarbeitslosen ist der Einstieg in den Ersten Arbeitsmarkt. Um das Mehr an offenen Stellen zu nutzen, bietet das Arbeitsmarktservice Wien unter dem Titel check_in folgende Maßnahmen an:

  • Individuelle Berufsberatung und Berufsorientierung (JobClearing)
  • Intensive Einzelbetreuung (JobConsult)
  • Arbeitstraining mit Praktikum und Weiterbildung in gemeinnützigen Organisationen (Jobtraining)
  • Transitarbeitsplätze in sozialökonomischen Betrieben
  • Eingliederungsbeihilfe für Betriebe (Come Back)
  • gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung (Trendwerk, Flexwork)

260 Millionen Schilling

Das Aktionsprogramm check_in läuft bis Ende 2001. Im laufenden Jahr fallen Kosten in Höhe von ungefähr öS 100 Mio an. Für 2001 ist ein Mitteleinsatz von ca. öS 160 Mio geplant. Im Mai 2000 hat das AMS Wien mit einer Pilotphase gestartet und die Vermittlung langzeitarbeitsloser Menschen verstärkt. Aufgrund der bisherigen Aktivitäten konnten heuer bis jetzt 2975 Personen einen neuen Arbeitsplatz finden. Im Vergleich mit September 99 konnten heuer um 53 Prozent mehr langzeitarbeitslose Personen vermittelt werden.

Motivierte MitarbeiterInnen

Mit diesem Bündel an attraktiven Angeboten will das AMS Wien auch die Unternehmen dafür gewinnen, Menschen, die länger beschäftigungslos waren, einzustellen. Mit der Eingliederungsbeihilfe Come Back erhalten die Betriebe einen Zuschuss zu den Lohnkosten, maximal bis zu einem Jahr. "Neben den konkreten Förderungen ist es uns besonders wichtig, hartnäckige Vorurteile gegenüber Menschen, die länger ohne Beschäftigung waren, abzubauen", betont Dr. Ingeborg Friehs. "Gerade jene, die den Wiedereinstieg schaffen, sind oft äußerst motivierte und engagierte MitarbeiterInnen."

Mehr Beratung. Mehr Service.

Für Fragen rund um das Aktionsprogramm check_in wurde ein eigenes Beratungstelefon unter der gebührenfreien Telefonummer 0800 20 14 33 eingerichtet. Die Beratungszeiten sind jeweils Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Pressekonferenz
Freitag, 20. Oktober 2000

TeilnehmerInnen
Dr. Ingeborg FRIEHS
Arbeitsmarktservice Wien
Stellvertretende Landesgeschäftsführerin

Dr. Herbert HOFER
Institut für Höhere Studien (IHS)
Arbeitsmarktexperte

Franz LINAUER
Marktleiter OBI Wien-Nord

Christine GUGLER
Teilnehmerin eines sozialökonomischen Betriebes

Moderation Dr. Susanne RAUSCHER
Arbeitsmarktservice Wien, Öffentlichkeitsarbeit

(Siehe auch APA/AOM - Original Bild Service)
Bild auch abrufbar auf APA/OTSweb: http://www.ots.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Susanne Rauscher,
Arbeitsmarktservice Wien,
Tel.: 515 25-265
Mag. Barbara Mann,
com_unit Agentur für Kommunikation,
Tel.: 407 23 47-12

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AMW/OTS