Finanzdienstleister nutzen Potential des E-Business bislang nicht in vollem Umfang / Strategische Partnerschaften und umfassende E-Business-Konzepte stecken noch in den Kinderschuhen

München (ots-PRNewswire) - Die Branche der Finanzdienstleister hat zwar bei der Einführung von E-Business-Angeboten Fortschritte gemacht, voll integrierte E-Business-Modelle sind jedoch nach wie vor Zukunftsmusik - so eine Studie der Management-Berater Arthur D. Little (weitere Informationen über fi@adlittle.com).

Arthur D. Little hat führende europäische Finanzservice-Anbieter zu ihrem Umgang mit dem E-Business befragt. 70 Prozent der Befragten gaben an, das Internet als "wichtigen Faktor" ihrer Unternehmensführung zu betrachten, doch für keine der Firmen hat das World Wide Web Veränderungen ihrer täglichen Geschäftsabläufe mit sich gebracht. Mehr als die Hälfte der an der Umfrage beteiligten Unternehmen gaben jedoch bezüglich ihrer Erwartungen zur Entwicklung in den kommenden drei Jahren an, mit Umwälzungen in der Branche durch verstärkte E-Business-Nutzung zu rechnen.

"Neue Anbieter, benutzerfreundliche Technologien und erhöhte Transparenz verstärken den Druck auf die traditionellen Dienstleister, ihre Kundenbeziehungen neu zu überdenken", sagte Dr. Gerrit Seidel, Leiter des Geschäftsbereichs Financial Services Consulting bei Arthur D. Little, München, der für die europaweite Studie verantwortlich ist. "So bietet zum Beispiel das Logistikunternehmen UPS über seine neue Sparte Finanzservice seinen Kunden Factoring und andere Finanzdienstleistungen an. Firmen wie Volkswagen und Siemens verknüpfen Finanzserviceangebote mit ihren Produkten. Und japanische Konzerne, zu denen auch Sony und Toyota zählen, steigen ins E-Banking-Geschäft ein."

Da das Internet die Kosten für Neueinsteiger am Markt senkt, zeichnen sich radikale Veränderungen ab. "Mit Hinblick auf diese Marktentwicklungen laufen Banken und Versicherungen Gefahr, als bloße Abwickler der Geschäftsvorgänge zu enden, während neue Anbieter ihre Kundenbeziehungen übernehmen", meinte Gerrit Seidel. Die traditionellen Finanzdienstleister haben bereits die Initiative ergriffen, aber sie sind, wie die Umfrage zeigt, noch nicht außer Gefahr. Die Mehrzahl dieser Unternehmen hat zwar bereits einige E-Business-Elemente eingeführt, doch nur 25 Prozent der Befragten gaben an, über umfassende Konzepte für reines E-Business zu verfügen.

Wer seinen Kunden Finanzdienstleistungen über integrierte Portale oder elektronische Medien bieten will, ist auf strategische Partnerschaften angewiesen. Auch in diesem Punkt ist man sich in der Branche bewusst, wie wichtig hierbei die richtigen Partner sind: 94 Prozent der Antworten werten strategische Partnerschaften als "sehr wichtig" oder "unverzichtbar". Dennoch geben mehr als die Hälfte der Unternehmen an, solche Partnerschaften nicht anzustreben oder sie nur "gelegentlich" anzustreben. Die meisten Firmen beschränken sich bei der Suche nach Partnern nach wie vor auf die Zusammenarbeit in der technologischen Implementierung oder der Erweiterung ihrer Website-Inhalte.

"Insgesamt lässt sich sagen, dass zu viele Unternehmen beim Thema Internet und E-Business noch immer nur an die technologischen Aspekte denken", sagte Gerrit Seidel. "Sie betrachten diese Bereiche als eine Angelegenheit für ihre firmeneigenen Spezialisten. Eine Ausrichtung der gesamten Geschäftsvorgänge auf das E-Business sowie die Einführung von Unternehmenskonzepten zur Aufwertung der gegenwärtigen Kundenbeziehungen werden jedoch von entscheidender Bedeutung sein. Dies bedeutet, dass die Finanzdienstleister ihre Unternehmensführung ganz neu überdenken müssen."

ots Originaltext: Arthur D. Little
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