Rieder: Angedrohte Maßnahmen gefährden Patienten

"Aussagen der Ärztekammervertreter sind Lippenbekenntnisse"

Wien, (OTS) "Offensichtlich sind die Vertreter der
Ärztekammer - im Gegensatz zu den Vertretern der Gewerkschaft -
gar nicht an einer persönlichen Einschätzung der Verhandlungsergebnisse durch die betroffenen Spitalsärzte interessiert", äußerte sich Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Donnerstag. "Die verdächtigte Eile, mit der gerade die Ärztekammer auf einen Streik drängt, lässt den Schluss zu, dass es den Ärztekammervertretern nicht um die Gehaltsverhandlungen gehe. Daher muss auch die Ärztekammer die volle Verantwortung übernehmen."

Die Einstellung der Abrechnung der Spitäler mit dem WIKRAF, die die ärztliche Dokumentation der Diagnosen voraussetzt, würde -ohne AKH - einen jährlichen Verlust von 5,5 Milliarden Schilling bedeuten. "Das würde nicht nur zur Einstellung der
Gehaltszahlungen für sämtliche Mitarbeiter in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes führen, sondern auch die Patientenversorgung gefährden. Daher halte ich die Lippenbekenntnisse der Ärztekammervertreter, es gehe Ihnen darum, die Patienten zu schonen, für heuchlerisch", so Rieder.

Als Gegenmaßnahme muss die Diagnosedokumentation durch extra dafür eingestellte Jungmediziner, die auf einen Ausbildungsplatz warten, vorgenommen werden. "Als ersten Schritt werden rund 30 Jungmediziner eingestellt, die dafür notwendigen finanziellen Mittel, werden durch Einsparung von Ärztedienstposten aufgebracht werden", schloss Rieder. (Schluss) mmr/

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