ÖGJ appelliert an Verantwortungsbewußtsein der Nationalratsabgeordneten

Maringer: Zukunftschancen der Jugend nicht zerstören

Wien (ÖGJ). Mit einer Mahnwache rund um das Parlament machten gestern hunderte Jugendliche auf die sie betreffenden Verschlechterungen der derzeitigen Regierung aufmerksam. "Viele Jugendliche, wie die Lehrlinge, spüren die aggressiven Maßnahmen bereits. Andere, wie die Zivildiener oder die Studenten sind noch voller Hoffnung, die Verschlechterungen in ihren Bereichen aufhalten zu können. Doch eines steht für alle fest: Diese Bundesregierung beschneidet die Zukunftschancen der Jugendlichen massiv", erklärt Albert Maringer, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).++++

Dass die Regierung ihren Kurs gegen die Jugend nicht ändern wird, steht für Maringer fest: "Man braucht sich nur die Budgetbeschlüsse anzusehen und es wird klar, dass diese Regierung die Jugendlichen unseres Landes nicht mit Zukunft verknüpft. Wie wäre es sonst möglich, dass ein Lehrling mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5.000 Schilling nach den eingebrachten Gesetzesentwürfen mit 476 Schilling mehr pro Jahr zur Kasse gebeten werden soll, während ein Spitzenverdiener mit einem Einkommen von 100.000 Schilling um 500 Schilling mehr an Steuern zu zahlen hat."

"Diese Regierung weiß genau, wo sie den Sparstift ansetzt und welche Konsequenzen dies nach sich zieht. Dieses Budget nichts weiter als eine Umverteilung von einkommensschwächeren hin zu den Reichen in unserem Land. Mit der Mahnwache haben wir gestern erneut darauf hingewiesen. Jeder einzelne Nationalratsabgeordnete, der diesem Budget nun zustimmt, macht sich deshalb mitschuldig, wenn es zu Verschlechterungen kommt", so Maringer abschließend. (aw)

ÖGB, 19. Oktober 2000
Nr. 880

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