ACHTUNG BAUSTELLE: KORREKTE ABSICHERUNG IST LERNBAR UND HILFT LEBEN RETTEN

Wien (OTS) - Rund drei Prozent aller Verkehrsunfälle ereignen sich im Baustellenbereich. Das KfV bietet derzeit Seminare zur korrekten Baustellenabsicherung an und fordert regelmäßige Überprüfungen

Untersuchungen des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) stellen der Absicherung von Straßenbaustellen kein gutes Zeugnis aus: Rund ein Viertel der österreichischen Straßenbaustellen sind nicht vollständig mit den entsprechenden Verkehrszeichen ausgestattet. Bei jeder vierten Baustelle ist ein Überholverbot nicht richtig angekündigt und bei mehr als einem Drittel ist die Aufhebung der Beschränkungen nicht vorhanden oder nicht korrekt ausgeführt.

Die Absicherung von Straßenbaustellen ist seit November 1992 in den "Richtlinien für die Kennzeichnung und Absicherung von Arbeitsstellen" der Österreichischen Forschungsgemeinschaft Straße und Verkehr geregelt. Ziel der Richtlinien ist es, daß jeder Verkehrsteilnehmer bei bestimmten Baustellenformen immer das gleiche Absicherungsschema vorfindet und entsprechend reagiert. "Sonderlösungen oder individuelle Absicherungsformen können die Lenker verunsichern und erhöhen damit das Unfallrisiko", warnt KfV-Direktor Dr. Othmar Thann.

Im Baustellenbereich passieren rund drei Prozent aller Unfälle mit Personenschaden. Die volkswirtschaftlichen Unfallfolgekosten belaufen sich auf etwa 400 bis 700 Millionen Schilling, die hohe Dunkelziffer der privat geregelten Schäden ist in dieser Kalkulation nicht inbegriffen. "Das sind Zahlen, die menschliche Tragödien und Handlungsbedarf widerspiegeln. Das KfV fordert daher seit langem laufende Überprüfungen des Zustands der Baustellenabsicherungen", erklärt Dr. Thann.

KfV-Sicherheitsakademie: Sicherheit ist lernbar Für Baufirmen und öffentliche Straßenerhalter wie z.B. Straßenmeistereien, die sicherer in die nächste Baustellensaison starten wollen, bietet das KfV derzeit praxisorientierte Betriebs-Workshops an. Im Lehrplan der eintägigen Seminare stehen rechtliche und sicherheitstechnische Maßnahmen, die das Unfallrisiko für die Verkehrsteilnehmer und die Bauarbeiter minimieren.

- Zu diesen Maßnahmen zählt unter anderem die strikte Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und der entsprechenden Richtlinien (über die komplette Baustellenzeit!),

  • das Tragen von Warnkleidung zur eigenen Sicherheit und
  • die Einhaltung der Vorschreibungen der zuständigen Behörden.

Weitere Informationen zum Seminar-Angebot der KfV-Sicherheitsakademie: Claudia Körmer, Tel.: (01) 71 770-222

"Hundertprozentige Sicherheit durch korrekte Baustellenabsicherung gibt es aber nicht", warnt Thann und weiter: "Autofahrer sind gefordert, mit angepaßter Geschwindigkeit im Baustellenbereich zu fahren und sich an die Tempolimits zu halten, denn Geschwindigkeit ist immer noch Killer Nummer 1 auf unseren Straßen."

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