SP-Ludwig zu Scheibner: Keine Angelobung mit Griff zur Waffe!

Wien (SPW) "Ich appelliere an den derzeitigen Verteidigungsminister Herbert Scheibner, nicht von der in Österreich praktizierten Angelobungsformel abzugehen. Eine Angelobung von neuen Rekruten verbunden mit dem Griff zur Waffe wäre nicht nur einzigartig in Europa sondern definitiv ein Signal in die falsche Richtung", kommentierte am Donnerstag die stellvertretende Landesparteisekretärin der SPÖ Wien, LAbg. Martina Ludwig, einen Bericht in "News", wonach Scheibner die Angelobunszeremonie für neue Rekruten ändern und mit dem Griff zur Waffe verbinden will. ****

"Angesichts der zahlreichen Krisenherde auf der Erde und des damit verbunden Leids für die Bevölkerung sollte gerade Österreich als neutrales Land Sensibilität in militärischen Belangen beweisen", betonte Ludwig. Die Landesverteidigung Österreichs umfasse im übrigen auch die wirtschaftliche, die zivile und die geistige Landesverteidigung, nicht nur die militärische. Es sei durchaus angebracht und sinnvoll, im Interesse der Verteidigung und Stärkung der Demokratie Österreichs Maßnahmen zu setzen, erklärte Ludwig in Richtung Bundesregierung. "Eine Angelobungszeremonie für eine Waffenschau zu missbrauchen, ist jedenfalls ein Schritt in die falsche Richtung. Ich hoffe, der derzeitige Verteidigungsminister überlegt sich diesen Schritt noch einmal. Es ist ein absolut falsches Signal, wenn Österreich am Beginn des neuen Jahrtausends das einzige Land Europas ist, in dem Rekruten bei der Angelobung zur Waffe greifen müssen", so Ludwig abschließend. (Schluss) gd

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