Kopietz: Treten Sie zurück, Herr Kreißl!

Immer mehr freiheitliche Personalvertreter in größten Spitzelskandal der 2. Republik verwickelt

Wien (SPW) Den sofortigen Rücktritt des Wiener FPÖ-Landesparteisekretärs Kreißl forderte am Donnerstag der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Harry Kopietz: "Alle in den letzten Tagen kolportierten Informationen deuten darauf hin, dass Kreißl im größten Spitzelskandal der 2. Republik der Verbindungsmann zwischen FPÖ und Polizei war: Er stellte offenbar die Kontakte her, und nach diversen Aussagen dürfte es auch Kreißl gewesen sein, der die Geldflüsse für das illegale Beschaffen von geheimen Daten abwickelte." Angesichts dieses in seiner Dimension einzigartigen Falles stehe für ihn, Kopietz, deshalb eines fest: "Kreißl muss zurücktreten!"****

"Jeden Tag, wenn ich die Zeitung aufschlage, lese ich neue Namen freiheitlicher Personalvertreter in Wien, die in diesen Megaskandal verwickelt sind. Man braucht nicht lange zu suchen, um die Verbindungsmänner zu orten: Denn wenn es Zufall sein soll, dass viele neben ihrer Funktion als AUF-Funktionäre gleichzeitig zumindest freiheitliche Bezirksräte sind, glaube ich ab nun nicht mehr an Zufälle! Ich kann hier nur einen Schluss ziehen: Die Bespitzelung scheint bei der FPÖ System zu haben!", erboste sich Kopietz, für den die Affäre "unbeschreibliche Dimensionen" annehme.

Nach neuesten Informationen wurden auch Mitglieder des Wiener Stadtsenats und Altbürgermeister Helmut Zilk Opfer dieses metternichschen Bespitzelungssystems. "Ich fordere Innenminister Strasser deshalb mit Nachdruck auf, die lückenlose Aufklärung ohne Rücksicht auf den durch interne Querelen schwer gebeutelten Koalitionspartner voranzutreiben. Denn derartige schwarz-blaue Schafe bringen einen gesamten Berufsstand und somit Tausende Beamte, die tagtäglich ihr Bestes geben, schwer in Misskredit", so Kopietz abschließend. (Schluss) sl

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