Keusch: Sicherheitsakademie Traiskirchen - Strassers Vergesslichkeit kostet Österreich eine halbe Milliarde Schilling

Strasser vergaß, für den Betrieb der Sicherheitsakademie Budgetmittel zu reservieren

St. Pölten (SPI) - "Das muss man sich einmal vorstellen: Es existiert bereits eine Sicherheitsakademie in Traiskirchen, deren Bau 300 Millionen Schilling gekostet hat und auf einen Regierungsbeschluss aus dem Jahre 1994 zurückgeht. In der damaligen SPÖ/ÖVP-Koalition gab es noch keinen Innenminister Schlögl, den man heute in diversen Aussendungen so gerne beschuldigt und bezichtigt. Jetzt beschließt der derzeitige Innenminister Strasser, diese Institution nach Wien abzuziehen, weil sie in Traiskirchen schlecht erreichbar wäre und man keine Hotelkapazitäten hätte, um Vortragende unterzubringen. Das ist grotesk, absoluter Blödsinn und unglaubwürdig", kritisiert der Finanzsprecher der NÖ Sozialdemokraten LAbg. Eduard Keusch.****

"Eine Standortkommission hat Traiskirchen über Jahre durchleuchtet und sich für die Stadt als besten Standort für die Sicherheitsakademie entschieden. 300 Millionen Schilling Steuergeld wurden investiert. Nun soll vielleicht das noch gar nicht geschaffene und budgetär ebenso nicht gesicherte Bundeskriminalamt Einzug halten. Dazu muss der bestehende Neubau komplett umgebaut werden. Experten beziffern die Kosten mit rund 200 Millionen Schilling - 200 Millionen Schilling zusätzliche Steuermittel, weil der Herr Innenminister und der Herr Landeshauptmann Erwin Pröll nach vielen Jahren glauben machen wollen, dass der Standort Traiskirchen nicht ideal ist! Wahr ist nämlich vielmehr, dass Innenminister Ernst Strasser ganz einfach vergessen hat, für den Betrieb der Sicherheitsakademie ab dem Jahr 2001 Budgetmittel zu reservieren. Dieses Versagen soll nun verschleiert werden. Ganz Österreich darf für die Vergesslichkeit des Innenministers zahlen", so Keusch.

"Auf der einen Seite zieht man den Menschen den letzten Schilling aus der Tasche, auf der anderen Seite produziert man durch Inkompetenz und parteipolitische Winkelzüge "Neubau-Ruinen". 80 Wohnungen, viele Lehrsäle und die Hallen sollen in Büroräumlichkeiten umgebaut werden. Eine Tiefgarage soll nachträglich (!) eingerichtet werden - für rund 200 Pkw der verdeckten Fahnder des Bundeskriminalamtes. ‚Schilda‘ im Innenministerium und im Büro von LH Erwin Pröll. Für diesen ‚Pfusch‘ von Pröll und Strasser zahlen alle Steuerzahler", so Keusch abschließend.
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