Rieder bedauert Abbruch der Gehaltsverhandlungen durch Ärzte

Wien, (OTS) "Ich bedaure den gestrigen Abbruch der Gehaltsverhandlungen durch die Ärztevertreter", erklärte am Donnerstag Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder gegenüber der Rathauskorrespondenz.

"Unser Angebot von zusätzlich 200 Millionen Schilling pro
Jahr hätte für jeden der rund 2.300 betroffenen Ärzte im Durchschnitt mehr als 80.000 Schilling zusätzlich pro Jahr bedeutet, in Einzelfällen hätte es Gehaltssteigerungen um bis zu 200.000 Schilling jährlich gegeben. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 20 Prozent." Gleichzeitig,
so Rieder, hätten die Ärzte der Gemeindespitäler durch flexiblere Diensteinteilungen mehr Freizeit erhalten als bisher.

Besonders positiv hätte sich das Angebot auf Ärzte ausgewirkt, die kurz vor der Pension stehen, da die Gehalterhöhung ohne jegliche Einschleifregelung auch die Pensionsberechnungsgrundlage erhöht hätte.

Nicht gelten lassen kann Rieder das Argument der Ärztevertreter, sich die angeboten Gehaltserhöhung praktisch selbst zu "erarbeiten". "Es ist einmalig in der privaten und öffentlichen Wirtschaft, dass Erlöse aus Strukturverbesserungen und Rationalisierungen - wie in unserem Angebot vorgesehen -
direkt den Mitarbeitern zugute kommen und nicht für eine Dividendenerhöhung oder eine Preissenkung für Konsumenten verwendet werden. "Wenn wir also beispielsweise milliardenteure Infrastruktur nicht nur halb-, sondern künftig ganztags nutzen wollen, ist das eine notwendige Umstrukturierungsmaßnahme, deren Erlöse anderswo mit Sicherheit nicht an die Mitarbeiter weitergegeben würden."

Positiv sieht Rieder die von den Ärztevertretern angekündigte Urabstimmung, die noch im Oktober stattfinden soll. "Ich werde
heute einen persönlichen Brief an alle unsere Ärzte schicken und sie über die Kernpunkte unseres Angebotes informieren." Abschließend appellierte Rieder an die Ärzte, die aktuellen Auseinandersetzungen nicht auf dem Rücken der Patienten auszutragen. (Schluss) nk

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