Erhaltung der hohen Spannungsqualität für die Stromversorgung

Europäische Elektrizitätswirtschaft unterstützt Außerkraftsetzung überholter Normen - Spannungsqualität soll hoch bleiben

Wien (OTS) - Beim Betrieb von Elektrogeräten kommt es in weiten Bereichen zu gewissen Veränderungen der ursprünglich sinusförmigen Netzspannung, die anderen am selben Netz angeschlossenen Geräten Probleme bereiten können. Dieser als "Netzrückwirkung" bezeichnete Effekt führt, wenn bei der Geräteauslegung und -fertigung eine entsprechende Begrenzung einschlägiger Störwirkungen berücksichtigt wird, zu keinen praktischen Auswirkungen im Gerätebetrieb. Die Elektrizitätswirtschaft ist in der einschlägigen Normung zusammen mit der Elektroindustrie bemüht, normative Vorkehrungen zu treffen, um für die Kunden den problemlosen Betrieb ihrer Elektrogeräte am Netz sicherzustellen.

Zu dieser Sicherung einer den Netzrückwirkungseffekt berücksichtigenden Bauweise elektrischer Geräte hat das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) bereits im Jahre 1987 einschlägige Europanormen (EN) herausgegeben (EN 60 555-2 für Oberschwingungen und EN 60 555-3 für Spannungsschwankungen bei Haushalts- und ähnlichen Geräten).

Diese ersten Normen zur Begrenzung sogenannter Störemissionen wurden in den neunziger Jahren durch die technische Entwicklung bei den an öffentlichen Netzen betriebenen elektrischen und elektronischen Geräten überholt. Im Hinblick auf die sich abzeichnende Entwicklung hat CENELEC bereits Mitte 1994 Nachfolgenormen herausgegeben, welche unter anderem mit einem auf alle Steckdosengeräte (Stromaufnahme bis 16 Ampere) erweiterten Anwendungsbereich der laufenden und weiter absehbaren Entwicklung Rechnung tragen. Diese Normen haben die Bezeichnung EN 61 000-3-2 bzw. -3. In einer mehrjährigen Übergangsfrist, während welcher beide Normenpaare (EN 60 555-2 & 3 ebenso wie EN 61 000-3-2 & 3) wahlweise angewendet werden konnten, hatte die Elektroindustrie Gelegenheit, ihre Erzeugnisse an die künftige effektive Normenlage, mit den dann allein geltenden harmonisierten Normen EN 61 000-3-2 & 3 anzupassen.

Mit 1. Jänner 2001 sollen nunmehr allein die letztgenannten bzw. vergleichbare Normen für den Nachweis der Erfüllung der Schutzziele der EU-Direktive zur elektromagnetischen Verträglichkeit (89/336/EEC) -- unter anderem: Sicherstellung eines Betriebs elektrischer Energienetze frei von unvertretbaren elektromagnetischen Störeinflüssen -- anwendbar sein. Für die nunmehr effektive Anwendung der EN 61 000-3-2 & 3 durch eine Beendigung der Übergangsfrist mit 31. Dezember 2000 hat sich auch EURELECTRIC, der europäische Verband der Elektrizitätswirtschaft, bei der Kommission eingesetzt. Ziel dieser Bemühungen der EURELECTRIC mit den in ihr vereinigten Stromverbänden ist es damit, zur Sicherung einer Stromversorgung in Europa mit einem Qualitätsniveau, das möglichst frei von störenden Einflüssen aus Netzrückwirkungen ist, bestmöglich beizutragen.

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