AK NÖ Konsumentenexperten: Stand-By-Modus bei elektronischen Geräten kostet Geld

Bis zu ATS 1.000,--Ersparnis pro Jahr sind möglich, wenn Elektrogeräte nach Gebrauch ganz ausgeschaltet werden.

Wien (OTS).-Ein Großteil aller elektronischen Geräte verfügt über eine so genannte Stand-by Funktion. Damit können Elektrogeräte, sobald sie an den Stromkreis angeschlossen sind, ernergiesparend auf Abruf gehalten und schnell wieder aktiviert werden. Die Konsumentenexperten der AKNÖ errechneten, dass sich ein Verzicht auf die Stand-by-Funktion jedoch lohnt: Denn "Netzteile", also Transformatoren, die die Spannung für das Gerät umwandeln, verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand viel Energie.

Zum Beispiel verschlingt ein Videorecorder mit einem Stand-by-Verbrauch von ca.10 Watt bei einer angenommener Lebenserwartung von 8 Jahren ca. ATS 1.319,20 - und das, ohne jemals eingeschaltet zu sein. Durchschnittlich verbrauchen Elektrogeräte auf Stand-by pro Stunde 10 Watt. Innerhalb 24 Stunden verbraucht ein einziges Elektrogerät mit Stand-by-Modus von 15 W so viel Energie wie eine 100 W Glühlampe in ca. 3,6 Stunden. Ein nie benütztes Radio auf Stand-by kostet den Besitzer ca. 241.- Schilling pro Jahr. 1 Fernseher, 1 Videorecorder und 1 Sat-Empfänger verursachen zusammen jährliche runde 549,- Schilling an Stand-by-Kosten.

In einem durchschnittlichen Haushalt befinden sich mindestens fünf bis sieben Elektrogeräte mit Stand-by-Modus, Tendenz steigend. Zum Beispiel Radio, Fernseher, Video, Satanlage, Anrufbeantworter, Mikrowelle, Backrohr, PC, Drucker, Faxgerät....
Das bedeutet, dass der Jahresstromverbrauch aller auf Stand-by geschalteten Geräte in den österreichischen Haushalten der Menge an Jahresenergie eines mittleren Donaukraftwerkes entspricht- nämlich 1.200.000.000 kWh.
Informationen aus Deutschland zufolge arbeiten zwei Atomkraftwerke nur für die Abdeckung aller Stand-by-Verluste.

Die Stand-by-Leistung muss in der Gerätebeschreibung angegeben werden. Fehlt sie, kann der Stand- Verbrauch mit einem speziellen Messgerät, das einfach in die Geräte-Steckdose geschaltet wird, gemessen werden. Solche Geräte werden z.B. bei den örtlichen Energieberatungsstellen ausgeliehen. Bei der Berechnung muss berücksichtigt werden, wie lange das Gerät durchschnittlich eingeschaltet ist.

Neben der doch beachtlichen Kostenersparnis ist auch der Gedanke an die Umwelt wesentlich:
Denn mit jeder eingesparten Kilowattstunde wird auch der Ausstoß von Schwefeloxiden, Stickoxiden und vor allem Kohlendioxid, dem Treibhausgas CO2, vermieden.

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