Flussgebietsmanagement im neuen Stil

Die Wasserdirektoren der Rheinländer tagen in Bregenz

Bregenz/Wien (VLK) - Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht
unter anderem eine Abstimmung der Gewässerschutzpolitik auf
das jeweilige Gesamteinzugsgebiet eines Flusses vor. Für Österreich bedeutet dies beispielsweise die
grenzüberschreitende Koordination der Maßnahmen für das Flusseinzugsgebiet des Rheins. Zu diesem Zweck tagen heute,
Montag und morgen, Dienstag, die Wasserdirektoren der
Rheinländer (Österreich, Deutschland Frankreich, Schweiz, Liechtenstein, Niederlande) in Bregenz, um die
Flussgebietsplanung für den Rhein beispielgebend für andere Flüsse voranzutreiben. ****

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht "Bewirtschaftungspläne
für Flusseinzugsgebiete" als neues Instrumentarium der Gewässerschutzpolitik vor. Kernbereiche dieser neuen Pläne
sind neben der allgemeinen Beschreibung und Abgrenzung der
einzelnen Flussgebiete, die Zusammenfassung der signifikanten Belastungen, die Schutzgebietsabgrenzungen sowie Monitoring-
und Maßnahmenprogramme. Hervorzuheben ist die dabei auch vorgesehene Einbindung der Öffentlichkeit in den
Planungsprozess.

Ziel auf europäischer Ebene ist es, abgestimmte
Einzugsgebiete und Bewirtschaftungspläne für alle in der Europäischen Union relevanten Flusseinzugsgebiete zu
erhalten. Als zentraler europäischer Fluss bietet sich der
Rhein als Musterbeispiel hervorragend an. Anhand des Rheins
soll gezeigt werden, wie integrale wasserwirtschaftliche
Planung unter Berücksichtigung bestehender Strukturen und internationaler Gewässerkommissionen im Sinne der neuen EU-Wasserrahmenrichtlinie funktionieren kann. Die
Wasserdirektoren diskutieren dazu in Bregenz die einzelnen Planungsschritte, wie beispielsweise die Erfassung der Schutzgebiete, die Darlegung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse (Wasservorkommen, Wassernutzung, etc.), die
Abgrenzung der Teileinzugsgebiete, und nominieren
Verantwortliche.

Insgesamt ist diese Tagung der Wasserdirektoren ein
weiterer Schritt dazu, die Vorgaben der EU-
Wasserrahmenrichtlinien mit Leben zu füllen und am Beispiel
des Rheins zu zeigen, wie ein internationales
Flußgebietsmangement funktionieren kann. Dass Österreich, und
hier insbesondere Vorarlberg mit seinem hohen Standard in der Wasserwirtschaft sein Know-How an forderster Front einbringen
kann, ist besonders erfreulich, so Fritz Osterkorn von der
Abteilung Wasserwirtschaft im Amt der Vorarlberger
Landesregierung, der für Vorarlberg an dieser Tagung
teilnimmt.
(so/ug,nvl)

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