AK-Protest: "Kürzung des AK Beitrages schwächt Arbeitnehmer"

Trotz gleichbleibender Umlage baut AK Leistungen laufend aus

Klagenfurt (OTS) - "Eine Kürzung der AK Umlage heißt weniger Service, weniger Beratung und weniger Schutz für ArbeitnehmerInnen", kontert AK Präsident Josef Quantschnig auf den heutigen Vorschlag der FPÖ, das AK-Budget um 40 Prozent zu kürzen. Als einzige Kammer habe die AK ihre Leistungen trotz gleichbleibender Mitgliedsbeiträge laufend ausgebaut.

Das sei nur möglich, weil die AK ihre Verwaltung modern, effizient und sparsam organisiert habe. "Von den 195 Millionen Schilling, die die AK Kärnten derzeit pro Jahr aus den Beiträgen der Mitglieder einnimmt, werden fast 100 Prozent in Form von Service und Beratung wieder an die Mitglieder zurückgegeben", erklärt Quantschnig. Die AK Umlage beträgt 0,5 Prozent des monatlichen Bruttolohnes bis zur Höchstbemessungsgrundlage von 43.200 Schilling. In Kärnten zahlt jedes AK Mitglied durchschnittlich 80 Schilling pro Monat, das sind rund 2,60 Schilling am Tag.

"Eine Senkung der AK Umlage von 0,5 auf 0,3 Prozent hätte eine Kürzung des AK-Budgets um 40 Prozent zur Folge. Das könnte kein Unternehmen verkraften", erklärt Quantschnig. Grundsätzlich bedeutet jede Kürzung des Kammerbeitrages einen Abbau von kostenlosen Leistungen für die Mitglieder, Einsparungen bei Beratung und Service und eine Schwächung der unabhängigen Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen. "Ob unsere Mitglieder das wollen, sollen sie selbst entscheiden und nicht die Bundesregierung", erklärt der Kärntner AK Präsident.

Umgerechnet auf die Tarife und Honorare am freien Markt (Rechtsanwälte, Steuerberater, etc.) entspricht die Jahresleistung der AK Kärnten einer Summe von 600 Millionen Schilling. Für jeden Schilling Kammerumlage, den die AK-Mitglieder bezahlen, erhalten Sie also drei Schilling in Form von Service und Beratung zurück. "Die AK bringt ihren Mitgliedern weit mehr als sie kostet", betont Quantschnig.

Von den rund 160.000 AK-Mitgliedern in Kärnten zahlen derzeit rund 36.000 überhaupt keinen Mitgliedsbeitrag, weil sie entweder geringfügig beschäftigt, arbeitslos oder auf Karenzurlaub sind. Trotzdem können Sie alle Leistungen der AK kostenlos in Anspruch nehmen.

"Gerade wenn die Regierung spart, wachsen die Aufgaben der Arbeiterkammer. Mehr denn je nehmen unsere Mitglieder jetzt Beratung und Vertretung in Anspruch. Das kann die AK nur gewährleisten, wenn ihre finanzielle Grundlage, die Kammerumlage, nicht angetastet wird", warnt Quantschnig.

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