AK Tumpel: Budgetkürzung wäre ein Eingriff in autonome Arbeitnehmerrechte

"Unser Programm AK plus schon lange im Gang"

Wien (AK) - "Wir werden nicht hinnehmen, dass mit einer Kürzung
des AK Budgets unseren Mitgliedern Leistungen genommen werden" erklärt AK Präsident Tumpel zur heute von Klubobmann Westenthaler angekündigten Initiativantrag auf Kürzung des AK Budgets um 40 Prozent. Die AK hilft ihren Mitgliedern jährlich in 2 Millionen Fällen, für jeden Schilling Mitgliedsbeitrag holt die AK 3 Schilling für ihre Mitglieder zurück. "Eine Kürzung würde bedeuten, dass wir hunderttausende wegschicken müssen - das kommt für uns nicht in Frage." Gerade jetzt wird die AK in noch nie da gewesenem Ausmaß in Anspruch genommen, dafür hat die AK ihr Entwicklungsprogramm AK plus nach den AK Wahlen gestartet. "Mehr Leistungen, neue Leistungen, auch für neue Arbeitnehmergruppen, das verlangen unsere Mitglieder von uns, und das werden sie mit AK plus bekommen" erklärt Tumpel. Wer die Leistungskraft der Arbeiterkammern nicht wahr haben will, "der hat nicht nur die AK Reform der neunziger Jahre nicht wahrgenommen - die in der Mitgliederbefragung und bei der AK Wahl von den AK Mitgliedern bestätigt wurde - sondern auch das laufende Entwicklungsprogramm AK plus". Die Arbeiterkammer wird nicht zulassen, dass sie als unabhängige Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen mundtot gemacht wird. ***

Tumpel verweist erneut auf Umfragen, in denen der AK von den Mitgliedern bestätigt wird, dass sie eine starke Interessenvertretung wünschen und den Beitrag für angemessen halten. "Unsere Mitglieder wollen definitiv keine Kürzung des AK Budgets", sagt Tumpel, "sie brauchen gerade jetzt unsere Leistungen mehr denn je."

Tumpel weist auch den Vergleich mit der Wirtschaftskammer als unzulässig zurück. Jede Kammer gestalte in ihrem Wirkungsbereich selbst, was sie ihren Mitgliedern biete. Die Wirtschaftskammer hat ein fast dreimal so hohes Budget wie die Arbeiterkammern und kann ihren Mitgliedern auch Leistungen verrechnen - die Arbeiterkammer kann und will das nicht.

"Mehr Leistungen, neue Leistungen, auch für neue Arbeitnehmergruppen, das verlangen unsere Mitglieder von uns": Daher haben die Arbeiterkammern bundesweit gemeinsam das Projekt "AK Plus" gestartet, erklärt AK Präsident Herbert Tumpel. Dafür werden alle Potentiale der AK ausgelotet, um dem Bedarf der Mitglieder nach mehr und neuen Leistungen entsprechen zu können. Im heurigen Jahr, so Tumpel, hat die Inanspruchnahme der AK sprunghaft zugenommen. Die Arbeitnehmer sind verunsichert und verlangen mehr Beratung über die Gesetzesänderungen - vom Auffangnetz für Lehrlingen über die Pensionsverschlechterungen bis hin zum "Dauerbrenner", wie Beruf und Familie vereinbart werden können.

"Wir sind als Interessenvertretung stärker gefordert, wir sind in der Beratung stärker gefordert - hier wird die AK den Mitgliedern neue Angebote machen", erklärt der AK Präsident. "Dazu werden alle Rationalisierungspotentiale ausgeschöpft, diesen Auftrag habe ich der Arbeitsgruppe gegeben." Tumpel erinnert daran, dass die AK mit der AK Reform der neunziger Jahre über gute Erfahrung verfügt, mit den bestehenden Mitteln und Personal den Leistungskatalog auszuweiten. "Damals haben wir den Rechtsschutz, den Konsumentenschutz und viele weitere Leistungen aufgebaut. In den letzten 5 Jahren hat die AK ihre Dienstleistungen in Beratung und Rechtsschutz verdoppelt - bei gleich gebliebener Höhe der AK Umlage. Die nächste Entwicklung unseres Leistungskataloges haben wir jetzt vor." Für Tumpel "ist das der Auftrag, den wir bei den AK Wahlen bekommen haben."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 501 65-2631
email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.at

AK Wien Presse W Mitterlehner

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW