Bekenntnis zum Umweltschutz - Ziel ist nachhaltiges Wirtschaften

Präsident Leitl und Minister Molterer eröffnen Umweltmanagertag - "Umweltmanagement ausbauen hilft Wirtschaft und Umwelt"

Wien (PWK883) - Mit einem starken, gemeinsamen Bekenntnis zum Umweltschutz, insbesondere im Sinn des nachhaltigen Wirtschaftens, eröffneten Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Umweltminister Wilhelm Molter Montag Vormittag den mit rund 250 Teilnehmern sehr gut besuchten "Umweltmanagertag 2000". Die ganztägige Veranstaltung im Haus der Wirtschaft wendet sich an die Umweltmanager der Unternehmen. Deren Aufgabe ist es, die Produktionsabläufe im Sinne eines ökonomisch und ökologisch wirksamen Umweltschutzes zu verbessern.

Die Chancen für ein konsensuales, unbürokratisches Zusammenarbeiten zwischen Wirtschaft und Umweltministerium waren noch nie so gut wie heute. Beide Partner engagieren sich dabei im Sinn des nachhaltigen Wirtschaftens, stellte Präsident Leitl in seinem Eröffnungsstatement fest. Dies bedeutet: Mit möglichst wenig Ressourcen einen möglichst hohen Produktionserfolg zu erzielen und soweit wie möglich vermeiden, dass Rohstoffe und Energie den Betrieb als "Nichtprodukte" (Emissionen, Abfall, Abwärme) verlassen. Dieser neue Weg erlaubt es auch der Wirtschaft, ihre Interessen zu wahren.

Aufgabe der Politik ist es, so Leitl weiter, alles zu unterstützen, was zum Ausbau der Umweltmanagementkompetenz der Betriebe beiträgt. Gerade in diesem wichtigen Punkt sei man jetzt einen Schritt weiter gekommen. Das neue Umweltmanagementgesetz soll ab 2001 Vorteile für Betriebe bringen, die Umweltmanagement nach anerkannten Regeln betreiben. Das bisher obrigkeitliche und schleppende Eintragungsverfahren für Betriebe, die sich zur Einführung des Umweltmanagements entschließen, soll künftig rasch und unbürokratisch ablaufen. Die Eintragungsfrist nach dem neuen Gesetz soll maximal drei Monate betragen, forderte Leitl mit Nachdruck.

Das Umweltmanagement ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Förderung der Motivation und des Engagements der Betriebe für den Umweltschutzu viel mehr bringt als Hunderte gutgemeinte Vorschriften. Das Potenzial für freiwillige und kooperative Maßnahmen sei jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft, stellte Leitl fest.

Als Schwerpunkte der Umweltpolitik der WKÖ bezeichnete Präsident Leitl die überfällige Entrümpelung des Abfallrechtes ("die Materie ist chaotisch gewachsen - elf Novellen in zehn Jahren"), den erfolgreichen Abschluss der seit längerem laufenden Arbeiten zur Reform des Betriebsanlagenrechts, die Praxistauglichkeit der Umweltgesetzgebung ("hier verweise ich z.B. auf unsere erfolgreiche Ökomanager-Aktion") und eine effizientere Mitgestaltung des EU-Umweltrechtes durch Österreich. Man darf nicht übersehen, dass 80 Prozent des österreichischen Umweltrechts die Folge von EU-Rechtsakten ist.

Wirtschaftskammern und Umweltmanager sind natürliche Partner. Die WK unterstützen die Umweltmanager durch Informationsveranstaltungen, persönliche Kontakte, Publikationen und über das Internet, schloss Leitl.

Minister Molterer hob in seiner Rede ebenfalls das neue Verständnis für die nachhaltige Entwicklung hervor. Für diese gebe es drei Säulen, nämlich die soziale Ausgewogenheit, die ökonomische Tragfähigkeit und die ökologische Verantwortlichkeit. In seiner Antwort auf die Vorhaben der WKÖ sprach der Umweltminister eine "herzliche Teilnahme zu den weiteren Beratungen über eine Reform des Abfallrechtes" aus. Es gehe jetzt darum, den Rechtsrahmen zu verbessern. Allerdings müssten auch die Gemeinden und Kommunalverwaltungen ihren Platz finden, die "gesamthafte Sicht der Dinge" sei im Auge zu behalten. Beim Betriebsanlagenrecht habe man noch ein "ordentliches Stück Weg" vor sich. Die Forderung nach Praxistauglichkeit sei zu bejahen, dürfe aber nicht nur aus unternehmerischer Sicht gesehen werden. Es brauche immer auch Ökotauglichkeit. Gemeinsames Anliegen sei es, mit weniger Bürokratie dasselbe Ziel zu erreichen. (hp)

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