Grasser als Totengräber der österreichischen Bildung

Mit einem Federstrich schnellen die Klassenschülerzahlen in die Höhe

Wien (FSG) "Grassers Nullen-Erotik und sein unbegründeter Geschwindigkeitsrausch zum Null-Defizit bringt die international hoch eingeschätzte Bildung in Österreich in ernsthafte Schwierigkeiten", stellt der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) Bundessektion PflichtschullehrerInnen, Herbert Modritzky.++++

Die Bombe tickt derzeit bei den Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern über den Finanzausgleich. Nach den Vorstellungen des Finanzministers sollen Tausende JunglehrerInnen auf die Straße geschickt werden. Mit einem Federstrich würden die Klassenschülerzahlen in die Höhe schnellen, wären ganztägige Betreuung, Integration, Betreuung von SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache, Fördermaßnahmen etc. nicht mehr möglich, so Modritzky.

Besonders betroffen wären Tausende engagierte JunglehrerInnen. Im Interesse unserer SchülerInnen brauchen wir in den Lehrkörpern die Durchmischung zwischen erfahrenen LehrerInnen und den Jungen.

Modritzky: "Ich appelliere dringendst an die Finanzlandesreferenten, sich nicht dem Diktat des Ministers zu unterwerfen. Bekenntnisse zur Bildung in Sonntagsreden sind zu wenig, es müssen Taten folgen".

Modritzky weiter: "Wer heute an der Bildung spart, zahlt morgen die Zeche in Form irreparabler und irreversibler Gesellschaftsprobleme. Oder denkt der Finanzminister nur an den nächsten Wahltag? Diese Taktik wird nicht aufgehen, denn Lehrer und Eltern werden gemeinsam diese blinde Sparwut auf Kosten der Kinder bekämpfen".

FSG, 16. Oktober 2000 Nr. 165

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