Know How Transfer zwischen der Stadt Wien und Privatunternehmen

Erfolgreiche Mitgliedschaft der Stadt Wien beim Verein Passerelle

Wien, (OTS) "Der 1997 angekündigte Erfahrungsaustausch zwischen MitarbeiterInnen der Stadt Wien und Privatunternehmen war keine Vision, sondern ist gelebte Realität. Dieses Modell, das gemeinsam mit Passerelle - dem Verein für Know How Transfer -durchgeführt wird, ist ein wichtiger Faktor im Weiterbildungsprogramm für unsere MitarbeiterInnen", erklärte Stadträtin Renate Brauner am Montag im Rahmen einer
Pressekonferenz im Rathaus. Gemeinsam mit dem Bereichsdirektor für Personal und Revision, Dr. Roland Kassar und Mag. Christa
Morpurgo, der Geschäftsführerin des Vereins Passerelle, präsentierten sie Ergebnisse der nunmehr fünfjährigen Kooperation im Personalmanagement.

Passerelle ist ein Verein für professionelles Management Know How Transfer, mit derzeit rund 35 Mitgliedsunternehmen, wie z.B., Stadt Wien, AVL, Gesiba, Voest Alpine Stahl, Alcatel, Siemens, Palfinger, Saline AG, bis hin zu den Wiener Stadtwerken. Mehr als
50 Projekte wurden bereits zur Zufriedenheit aller
Vereinsmitglieder abgewickelt.

Neun MitarbeiterInnen als "Leihgabe" an die Wirtschaft, drei weitere in Vorbereitung

Bisher haben neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt aus verschiedenen Abteilungen und mit unterschiedlichster Qualifikation das Personalaustauschprogramm absolviert und meist zwischen vier und neun Monaten in Privatunternehmen zugebracht.
Und das mit vollem Erfolg. Die Partnerfirmen - ob nun Siemens, Ericsson oder auch der Verbund - waren mit der "Leihgabe" aus dem Magistrat sehr zufrieden.

"Damit gelang uns ein ausgezeichneter Wissenstransfer und die Beweisführung, dass sich der Ausbildungsstand und die Managementqualitäten unserer MitarbeiterInnen mit der Wirtschaft messen können", ergänzte Dr. Roland Kassar. Drei weitere hochqualifizierte MitarbeiterInnen bereiten sich derzeit auf einen Austausch vor.

Kassar weiter: " Mit dem Verein Passerelle können vor allem
im Bereich der Personalentwicklung für Nachwuchsführungskräfte neue Akzente gesetzt werden." Durch die Kooperation zwischen Wirtschaft und Stadt Wien lernen Bedienstete der jüngeren und mittleren Generation, die für Führungsaufgaben herangebildet werden sollen, in einem anderem Unternehmen vor allem die privatwirtschaftliche Praxis in den Bereichen Kostenrechnung, Controlling, Revision, Organisationsentwicklung und Projektmanagement kennen.

Passerelle bringt Unternehmen zusammen und baut Vorurteile ab

Mag. Christa Morpurgo, Geschäftsführerin des Vereins Passerelle ist stolz, dass dieser Erfahrungsaustausch, der 1997
als Projekt begonnen wurde, nun als Fixpunkt im Weiterbildungsprogramm der Stadt Wien integriert ist. "Diese privatwirtschaftlichen Praktika sind ein ausgezeichneter Weg, MitarbeiterInnen der Stadt Wien und von Unternehmen einander näher zu bringen. Jeder profitiert vom Anderen. Denn meist herrschen auf beiden Seiten Vorurteile". Deswegen wird auch die Wirtschaft herzlich eingeladen, ihrerseits Erfahrungen im Management und in diversen Spezialgebieten innerhalb der öffentlichen Hand zu sammeln.

"Management Know How Transfer ist in einer immer mehr globalisierten Welt für die Passerelle Mitglieder eine Selbstverständlichkeit geworden. Jedes Unternehmen hat seine Stärken, sei es in der Logistik, Controlling, Marketing, Verkauf, Personalwesen, internationalen Rechte, etc. "Dieses Wissen,
anderen Unternehmen eine begrenzte Zeit zur Verfügung zu stellen, ist ein Gewinn für beide Seiten", so Morpurgo.

Personelle Engpässe können so ausgezeichnet gelöst werden. Zusätzlich ist der Gewinn von externem Wissen anderer Unternehmen in der Regel effektiver, als eigene Mitarbeiter auf externe Schulungen zu schicken. Für den oder die ausgeborgten Manager oder Managerin zahlt man dem verborgenden Unternehmen die Lohnkosten, für jene Tage, die diese im Unternehmen eingesetzt sind. Mitarbeiterentwicklungsprogramme erhalten so neue interessante Akzente.

Trotz guter Noten für den Magistrat kann Wien hier enorm profitieren

Gerade in einer Zeit der Weiterentwicklung der Verwaltung zu einem modernen kunden- und serviceorientierten Dienstleistungsunternehmen hat dieser Erfahrungsinput einen hohen Stellenwert, da gleichzeitig überprüft werden kann, inwieweit das gewonnene privatwirtschaftliche Know How in der öffentlichen Verwaltung anwendbar ist, so ein wichtiger Benefiz für die Stadt.

Hier ergänzt die Wiener Personalstadträtin, dass durch die bisherigen Erfahrungen die gesteckten Erwartungen übertroffen wurden. Der Austausch erzeugt neue Motivation und neue Ideen, erweitert das fachliche Know-How des Einzelnen wie auch der Stadtverwaltung als Österreichs größtes Dienstleitungsunternehmen. Die Vernetzung und der Vergleich mit der Privatwirtschaft im Sinne eines bench markings stärkt die Effizienz und die KundInnenorientierung. Davon profitieren alle SteuerzahlerInnen
und BürgerInnen.

Die Gesamtuntersuchung des Magistrats durch externe
Consultants im Jahr 1999 hat der Stadt ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, jedoch eine Steigerung der Effizienz in einigen Bereichen angeregt, erinnert die Personalstadträtin. "Dogmatische Schwarz-Weiß-Debatten über Privatisierungen und Ausgliederungen im Öffentlichen Dienst führen nicht zum Ziel, den KundInnen näher zu kommen. Die vielen kleinen Detailverbesserungen und die Steigerung der Motivation, wie dies das Passerelle-Projekt vorzeigt, leisten hingegen einen beträchtlichen Beitrag dazu. (Schluss) wb

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