Feurer: Ausverkauf unserer Wälder und Trinkwasserreserven droht

Agrarlandesrat Plank übt sich offensichtlich als Lobbyist der Großgrundbesitzer und Konzerne - blauschwarze Gesetzesinitiative zur Einschränkung des freien Zugangs zu Wäldern und Seen in Vorbereitung

St. Pölten, (SPI) - "Wenn ein Ausverkauf der schönsten und wirtschaftlich gewinnbringendsten Waldflächen sowie der wichtigen Trinkwasserreserven in Österreich droht, dann hat die Bevölkerung das Recht, darüber mitzuentscheiden und ihren klaren Protest gegen diese von der blauschwarzen Bundesregierung geplanten Maßnahme zu deponieren. Deshalb haben sich die NÖ Sozialdemokraten der Initiative zur Einleitung eines Volksbegehrens gegen den Ausverkauf unserer Wälder und unseres Wassers angeschlossen. Ab heute haben die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher die Möglichkeit, ihre Unterstützungserklärung bei ihrem Gemeindeamt abzugeben", kommentiert der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Werner Feurer, heutige Aussagen von NÖ Agrarlandesrat Josef Plank.****

Die Regierung spricht derzeit noch von 50.000 Hektar, in Wahrheit müssen bis zu 80.000 Hektar in den kommenden Jahren verkauft werden, um den Verkaufserlös von 3 Milliarden Schilling für das Budget zu erzielen. Dass es sich dabei nur um die besten und zugänglichsten Waldflächen handelt, ist klar. Kein Privater würde einen Schutzwald oder unzugängliche und wirtschaftlich wenig gewinnbringende Waldstücke kaufen. Diese machen bei den Österreichischen Bundesforsten aber rund 50 Prozent der Gesamtfläche von 800.000 Hektar aus.

"Zudem ist es weiters klar, dass nicht kleine Bauern, sondern große Konzerne und ausländische Investoren beim Verkauf zum Zug kommen sollen. Welcher kleiner Landwirt hat das Geld, viele Millionen Schilling für den Kaufpreis einiger Hundert Hektar Wald aufzubringen? Da sind die Stiftungsinhaber, die Konzernherren und die Großgrundbesitzer schon wirtschaftlich besser gestellt - und diese werden auch zuschlagen. Was den freien Zugang zu den Wäldern und Seen betrifft, verschweigt VP-Politiker Plank der Öffentlichkeit, dass die Bundesregierung derzeit einen Gesetzesentwurf vorbereitet, der den freien Zugang zu den Wäldern und Seen weiter einschränken soll. Vorgeschoben werden Gründe der ‚Jagd‘, des ‚Schutzes des Wildes‘ sowie ‚Schäden durch Wanderer und Mountainbiker‘. Künftighin soll , wenn es nach Blau-Schwarz im Bund geht, jede Forststraße abgesperrt werden können", so Feurer.

"Unsere Wälder und Seen, unser ‚Weißes Gold‘, unsere Trinkwasserreserven, müssen im Besitz aller Österreicherinnen und Österreicher bleiben. Wenn sich die ÖVP-Niederösterreich diesem verantwortungsbewußten Ansinnen verwehrt, so zeigt dies einmal mehr, dass für sie nicht die berechtigten Sorgen der Menschen, sondern ausschließlich die Geschäftemacherei zugunsten ihrer Klientel von Bedeutung ist", so der SP-Umweltsprecher abschließend.
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