Wirtschaft will 10.000 Menschen besser qualifizieren

Leitl: "WIFI-Kurse sind Österreichs wichtigste Ressource - Die Zukunft heißt e-Learning"

Wien (PWK880) - "Mit den 1.160 IT-Kursen unserer WIFIs erreichen
wir heuer 10.000 Teilnehmer und leisten so einen aktiven Beitrag, um den akuten Mangel an Fachkräften in diesem Bereich abzubauen", quantifiziert Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, den Beitrag der Wirtschaft zur Lösung des aktuellen Problems am heimischen Arbeitsmarkt. Leitl warnt aber auch davor, andere Fachbereiche aus dem Blickfeld zu verlieren.

Laut Berechnungen der Wirtschaftskammer Österreich wird der gesamte Bedarf an Fachkräften - neben dem IT-Bereich sucht man auch in traditionellen Berufen wie Elektrotechniker, Kunststoffverarbeiter, Maschinen- und Fertigungstechniker, Mechaniker und Schlosser - in drei Jahren mit 50.000 bis 60.000 beziffert. "Das Gesamtangebot von über 7.000 WIFI-Kursen in ganz Österreich ist daher die wichtigste Ressource Österreichs, um Wohlstand und Wirtschaftswachstum auch weiterhin nachhaltig sichern zu können."

Die Zukunft der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sieht Leitl im sogenannten e-Learning, dem Lernen via Computer und Internet. Die Kosten in diesem Bereich sollen vom AMS mitgetragen werden.

Um die Arbeitsmarkt-Lücke im IT-Bereich - zumindest teilweise - zu schließen, bieten die Wirtschaftsförderungsinstitute der Wirtschaftskammern Österreichs heuer 1.160 Kurse zur Soft- und Hardware-Thematik an. "Damit werden wir 10.000 Menschen im ganzen Bundesgebiet erreichen", beziffert Leitl die Erfolgsquote der IT-Offensive der WIFIs. Während sich die Regierung gegen eine - aus Sicht der Wirtschaft - notwendige Erhöhung der Zuwanderquote für Facharbeiter ausgesprochen hat, sieht Leitl ernsthafte Probleme für die nachhaltige Sicherung des heimischen Wirtschaftswachstums. "Wenn wir es also aus eigener Kraft schaffen müssen, dann brauchen wir derartige IT-Offensiven wie die der WIFIs", appelliert Leitl für eine nationale Bildungsanstrengung, vor allem im Erwachsenenbildungsbereich.

"Es ist aber schlichtweg Realitätsverweigerung, anzunehmen, dass Österreich heute nur im IT-Bereich Fachkräfte sucht", bringt der WKÖ-Präsident die gesamte Tragweite des Facharbeitermangels auf den Punkt. "Ich lege deswegen jedem Arbeitnehmer und Arbeitgeber die 7.000 Kurse unserer WIFIs ans Herz. Nur so werden wir den Bedarf auch in traditionellen Berufen wie Elektrotechniker, Kunststoffverarbeiter, Maschinen- und Fertigungstechniker, Mechaniker und Schlosser abdecken können." Leitl fordert daher die Regierung dazu auf, die WIFI-Kurse als Österreichs wichtigste Ressource für nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erkennen und dementsprechend zu fördern.

Die Zukunft der Weiterbildung sieht Leitl in den Kursangeboten via Computer und Internet. "e-Learning ist sowohl für den Unternehmer als auch für den Mitarbeiter eine effiziente Form der Weiterbildung." Der WKÖ-Präsident nennt in diesem Zusammenhang die fünf Vorteile des elektronischen Lernens: "Es ermöglicht Lernen rund um die Uhr nach eigener Wahl. Der Lernort Arbeitsplatz wird Realität, wodurch die Reise- und Zeitaufwände sinken. Außerdem ist ein flächendeckendes Angebot sichergestellt und das Lerntempo individuell bestimmbar." Der Unternehmer kann daher seine Mitarbeiter ganz speziell schulen und spart gegenüber dem herkömmlichen Seminarbetrieb an Zeit und Geld.

"Dass e-Learning erfolgreich ist beweist das Telelearning-Programm unserer WIFIs." Seit September 2000 bietet das WIFI Kurse auch zu den "nachgefragten" Bereichen PC-Administrator, Web-Design und C++Programmierung an. Bisher nahmen über 1.000 Teilnehmer am Telelearning-Programm teil und stellten den Kursen ein überaus positives Zeugnis aus (Schulnote: 1,3).

"Mit ´learning on demand´ können wir das Begabungspotenzial der Menschen noch besser ausschöpfen. Wir nutzen daher die neuen Medien, um uns noch besser auf die Zukunft vorzubereiten", vertraut Leitl auf den Erfolg der neuen Lehrmethode.

Und Leitl erwartet sich auch vom AMS eine intensive Unterstützung für eLearning. "Hier ist das AMS aufgerufen, verstärkt in Weiterbildung zu investieren. Denn es kann doch nicht unser Ziel sein auf der einen Seite qualifizierte Arbeitskräfte zu importieren und andererseits die unqualifizierte Arbeitslosigkeit zu finanzieren." (AB)

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