FORMAT: Busek zu Temelin: "Schüssels Drohung ist kontraproduktiv"

Der Regierungsbeuftragte Erhard Busek kritisiert im FORMAT-Interview die Vorgangsweise der Bundesregierung in der Debatte um das AtomkraftwerkTemelin.

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT kritisiert der Regierungsbeuaftragte in EU-Erweiterungsfragen, Erhard Busek, massiv die Haltung der österreichsichen Bundesregierung. Die Drohung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, man werde die Erweiterungsverhandlungen verzögern, sei "kontraproduktiv", so Busek. Und weiter: "Das empfinde nicht nur ich so, das empfinden die Verhandlungspartner auf beiden Seiten so."

Busek wirft der Regierung vor, in der Temelin-Frage von den Medien getrieben zu sein. Busek: "Da ist die Regierung wirklich im Schlepptau der Medien. Das ist ja nichts neues: Schauen Sie sich die Schlagzeilen der "Kronen Zeitung" an. Bevor es irgendwelche Gespräche gibt, steht bereits in der Zeitung. Das führt uns nicht weiter. Natürlich ist die Sicherheit ungeheuer wichtig, aber die Methodik halte ich für falsch." Busek wirft der Regierung vor, bewußt zwei verschiedene Themen miteinander zu vermischen: " Temelin hat an sich mit der EU überhaupt nichts zu tun. Das ist ein Nachbarschaftsproblem, sonst gar nichts". Um die schwierige Situation zu entschärfen, empfiehlt der Erweiterungs-Beauftragte Schüssel und seinen Ministern: "Nichts sagen - Schweigen in der Öffentlichkeit und alle möglichen Ebenen nutzen. Je weniger darüber gesprochen wird, je weniger darüber in den Zeitungen steht, desto besser".

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