"Hans Makart" in der Hermesvilla

Wien, (OTS) Hans Makart ist die neue Ausstellung in der Hermesvilla gewidmet , die vom 14. Oktober 2000 bis 4. März 2001 läuft. Der Untertitel "Malerfürst" umreißt bereits die Stellung, die Makart (1840 - 1884) in der Gesellschaft seiner Zeit hatte.
Die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten ist auch deshalb ein idealer Ort für die Schau, weil Makart zu den Künstlern gehörte, die Kaiser Franz Josef am meisten schätzte und die bei der Ausstattung der Villa - Makart schuf den Entwurf für die Gestaltung des Schlafzimmers von Elisabeth - zum Zug kamen. Die Ausstellung ist nach verschiedenen Schwerpunkten gegliedert. Der Besucher begegnet Makarts Sensationsbildern, riesigen Monumentalgemälden, die zu seiner Zeit durch ganz Europa auf Reisen geschickt wurden, ebenso wie seinen Damenporträts aus der Wiener Gesellschaft, den künstlerischen Zeugnissen seiner Auseinandersetzung mit Ägypten und den Entwürfen und Dokumenten des großen Festzuges aus dem Jahr 1879, den der Maler anlässlich der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares für die Stadt Wien arrangierte. 29 Festwägen und 14.000 Teilnehmer machten diesen Zug zu einem opulenten Ereignis, das der Ausstellungsbesucher anhand von Kostümen, Skizzen Makarts und Fotografien von Teilnehmern nachvollziehen kann. Die
Ausstellung ist Dienstag bis Donnerstag und an Feiertagen von 9
bis 16.30 Uhr geöffnet, der Eintrittspreis beträgt 50 Schilling, es gibt zahlreiche Ermäßigungen.****

Makarts Bilder verdeutlichen, weshalb es ihm gelang, zum namengebenden Idol einer Epoche zu werden. In Salzburg in bescheidenen Verhältnissen geboren, führte Makarts Weg zunächst nach München zum berühmten Historienmaler Karl von Piloty. Als sein Stern als eigenständiger Maler aufging und er in München erste Triumphe feierte, wurde der Wiener Hof auf ihn aufmerksam
und Kaiser Franz Josef I. holte das junge Genie nach Wien.

Über ein Jahrzehnt lang hielt er hier das Publikum in Atem. Die glühende Sinnlichkeit seiner Farben, seine Selbstdarstellung als Malerfürst, sein beherrschender Einfluss auf Wohnstil und Mode blieben beispiellos. Makarts berühmtes Atelier, in dem auch prunkvolle Kostümfeste stattfanden, wurde eine Hauptattraktion Wiens, in der Besucher aus aller Welt ein- und ausgingen. Sogar Kaiserin Elisabeth suchte den Maler in seinem Atelier auf. Trotz großer öffentlicher Erfolge und eines intensiven Gesellschaftslebens legte Makart jedoch nie seine extreme Schüchternheit und die damit verbundene sprichwörtliche Schweigsamkeit ab.

Die Wiener Gesellschaft nahm sich Makarts Atelier zum Vorbild und ließ ihre herrschaftlichen Wohnungen in den neuen Wohnpalästen an der Ringstraße von ihm ausstatten. Bedauerlicherweise hat sich keines dieser Ensembles mit originalen Ort erhalten. Für die Ausstellung wurden dennoch einige dieser wichtigen Ausstattungsbilder zusammengetragen, um die Atmosphäre der damaligen Wohnkultur aufleben zu lassen. (Schluss) gab/rr

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