Kritische Situation bei Gehaltsverhandlungen der ÄrztInnen

Maßnahmen nicht mehr auszuschließen

Wien (GdG/ÖGB). Während im Öffentlichen Dienst die Gehaltsverhandlungen bereits erfolgreich abgeschlossen wurden, sind die ÄrztInnen der Wiener Gemeindespitäler noch am verhandeln - und das bis dato keineswegs zu ihrer Zufriedenheit.++++

"Seit Jänner 1999 gab es mehrere ,runde Tische' und
Verhandlungen. Bei den Gesprächen mit Beamten und verantwortlichen Politikern haben wir unser Ziel immer als stufenweise Angleichung an das Sozialversicherungsschema definiert. Wir waren auch stets bereit bei einem Gesamtpaket über veränderte Rahmenbedingungen wie Arbeitszeitflexibilisierung oder Sondergebühren zu diskutieren", stellte Rudolf Hundstorfer, Wiener Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), bei der heutigen Pressekonferenz "Jetzt oder nie?!" fest. "Die bisherigen Vorschläge sind für uns aber einfach inakzeptabel. Selbstfinanzierte fiktive Gehaltserhöhungen werden von uns strikt abgelehnt."

Unterstützung bekam er von Univ. Prof. Dr. Georg Hagmüller, Primarärztevertreter der GdG: "Unsere Forderungen sind in keinster Weise überzogen. Nach nunmehr 10-jähriger Hinhaltetaktik von seitens unseres Dienstgebers, der Stadt Wien, muss aber auch klar sein, dass unsere Geduld nun erschöpft ist." So entspreche es der Tatsache, so Hagmüller, dass der Großteil des Stammpersonals der Ärzteschaft bis zu 60 Wochenstunden arbeite. "Nur durch den Einsatz der Ärzte ist es möglich das öffentliche Gesundheitssystem in Wien auf einem so hohen Niveau zu halten."

"Am 18. Oktober findet die letzte Verhandlungsrunde statt. Sollte
da nicht klar erkenntlich sein, dass wir uns in der von uns geforderten Richtung gen Sozialversicherungsschema bewegen, werden wir die KollegInnen auffordern uns bei Protestmaßnahmen zu unterstützen", erklärt Dr. Sabine Oberhauser, Ärztereferentin der GdG und warnt damit vor der kritischen Situation. (aw)

ÖGB, 13. Oktober 2000
Nr. 856

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